Bitcoin: Zusammenbruch in Sicht?

Ein Analyst prognostiziert fundamentale Sicherheitsprobleme für Bitcoin durch den Halving-Mechanismus, die zu 51-Prozent-Angriffen führen könnten.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Halving-Mechanismus gefährdet Sicherheitsbudget
  • 51-Prozent-Angriffe könnten profitabel werden
  • Kritik an Bitcoin als reiner Spekulationsobjekt
  • Netzwerküberlastung und politische Blockaden

Ein düsteres Szenario für Bitcoin-Anleger: Justin Bons, Gründer von Cyber Capital, warnt in einem ausführlichen Beitrag auf X (ehemals Twitter) vom 15. Januar 2026 vor einem möglichen Kollaps des Bitcoin-Netzwerks innerhalb der nächsten sieben bis elf Jahre. Während Bitcoin auf Jahressicht rund 25 Prozent verloren hat und aktuell bei etwa 71.000 Dollar notiert, geht es bei Bons‘ Analyse um weit mehr als kurzfristige Kursschwankungen – es geht um die strukturelle Zukunftsfähigkeit der führenden Kryptowährung.

Mining-Industrie unter Druck

Der Kern von Bons‘ Argumentation liegt im sogenannten Halving-Mechanismus. Bei jedem Halving – dem alle vier Jahre stattfindenden Ereignis – wird die Belohnung für Miner halbiert, wodurch die neu in Umlauf kommenden Bitcoins schrittweise reduziert werden. Das Problem: Mit jedem Halving schrumpft das Sicherheitsbudget des Netzwerks weiter.

Laut Bons könnte die Mining-Industrie dadurch unter massiven Druck geraten. Sinkende Einnahmen aus Blockbelohnungen würden demnach das gesamte Sicherheitssystem destabilisieren – unabhängig von der Hashrate. Der Zeitpunkt, an dem Angriffe auf das Netzwerk wirtschaftlich attraktiv werden, rücke damit näher.

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51-Prozent-Angriffe werden profitabel

Besonders brisant: Bons sieht die Gefahr von 51-Prozent-Angriffen, die durch Doppelausgaben hochprofitabel werden könnten. Bereits wenige Millionen Dollar pro Tag würden ausreichen, um solche Angriffe rentabel zu machen. Mit steigender Bitcoin-Marktkapitalisierung wachse zwar der Anreiz für Angreifer, das Sicherheitsbudget steige jedoch nicht proportional mit.

Um die heutige Sicherheit langfristig zu gewährleisten, müsste sich der Bitcoin-Preis laut Bons alle vier Jahre über ein ganzes Jahrhundert hinweg verdoppeln – oder es müssten dauerhaft hohe Transaktionsgebühren aufrechterhalten werden. Beides erscheint unrealistisch.

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Von der Zahlungsvision zur Spekulation

Der Cyber Capital-Gründer kritisiert zudem, dass Bitcoin seine ursprüngliche Vision als globales Zahlungssystem längst verloren habe. Stattdessen sei die Kryptowährung zu einem rein spekulativen Objekt geworden – eine „Meme-Währung“ ohne praktischen Nutzen. Selbstverwahrung sei heute kaum mehr möglich: Würde jeder Mensch weltweit nur eine einzige Transaktion durchführen wollen, würde die Warteschlange über 32 Jahre dauern.

Das Sicherheitsproblem könne nur durch eine Erhöhung der Inflation gelöst werden, da eine Vergrößerung der Blockgröße politisch ausgeschlossen sei. Eine solche Maßnahme würde jedoch die heilige 21-Millionen-Grenze aufweichen und könnte in einer Spaltung der Blockchain enden.

Bons‘ Fazit fällt vernichtend aus: Wer heute in Bitcoin investiert, setze auf ein System, das langfristig unsicher, überlastet und anfällig für Panikreaktionen sei. Die ursprüngliche Vision eines sicheren, dezentralen Zahlungssystems lebe mittlerweile eher in anderen Kryptoprojekten weiter.

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Über Dieter Jaworski 1417 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

Mein Ansatz kombiniert tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Meine Kernkompetenzen umfassen die präzise Aktienanalyse anhand quantitativer und qualitativer Faktoren, die Entwicklung langfristiger Vermögensaufbaustrategien und diszipliniertes Risikomanagement.

Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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