Bitcoin: Zwischen Fed-Meilenstein und Makro-Schock

Bitcoin verliert über 5 Prozent nach schwachem US-Jobsbericht und geopolitischen Spannungen. Gleichzeitig erhält Kraken als erste Kryptobörse Zugang zum Fed-Zahlungssystem.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Kursrückgang auf rund 68.000 US-Dollar
  • Kraken erhält erstes Fed-Master-Konto der Branche
  • Long-Term-Holder reduzieren Nettoverkäufe deutlich
  • Enge Koppelung an Tech-Aktien und Makroereignisse

Bitcoin beendet die erste Märzwoche 2026 mit einem Kursrückgang von über 5 Prozent auf rund 68.000 US-Dollar. Verantwortlich für den Absturz: ein katastrophaler US-Arbeitsmarktbericht und die Eskalation im Nahen Osten. Doch während die Märkte kollabieren, schreibt die Krypto-Industrie Geschichte – Kraken erhält als erstes Krypto-Unternehmen überhaupt direkten Zugang zur Zahlungsinfrastruktur der US-Notenbank.

Achterbahnfahrt von 74.000 auf 68.000 Dollar

Mitte der Woche sah die Welt noch anders aus. Bitcoin stieg bis auf 74.000 Dollar, angetrieben von ETF-Zuflüssen und steigendem Open Interest. Der höchste Stand seit einem Monat. Doch die Rally erwies sich als Strohfeuer.

Der Grund: Bitcoin traf gleichzeitig auf den 50-Tage-Durchschnitt und eine zentrale Widerstandsmarke. Ein technisch überfülltes Level. Analysten sprachen von einem Short Squeeze – Bären, die ihre Stop-Loss-Marken zu eng gesetzt hatten, wurden ausgestoppt. Die Bewegung war weniger fundamental getrieben als technisch erzwungen.

Am Freitag dann der Absturz. Ein US-Jobsbericht mit minus 92.000 Stellen statt der erwarteten plus 55.000 löste eine Flucht aus Risiko-Assets aus. Gleichzeitig trieb Trumps aggressive Iran-Politik den Ölpreis in die Höhe – WTI-Öl legte um 36 Prozent zu, der stärkste Wochenanstieg seit Beginn der Aufzeichnungen 1983. Eine toxische Mischung aus schwachem Wachstum und steigender Inflation – Stagflationsängste machten die Runde.

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Kraken durchbricht eine regulatorische Mauer

Inmitten des Marktchaos gelang Kraken ein regulatorischer Durchbruch. Die Krypto-Börse erhielt als erste ihrer Art ein sogenanntes Master Account bei der Federal Reserve. Damit kann Kraken über seine Wyoming-Bank-Lizenz Zahlungen direkt über das Fed-System abwickeln – ohne Umweg über traditionelle Banken.

Für institutionelle Kunden und Großhändler bedeutet das schnellere Ein- und Auszahlungen. Allerdings mit Einschränkungen: Kraken erhält keine Zinsen auf Reserven und keinen Zugang zu den Notfall-Kreditlinien der Fed.

Die Reaktionen fielen gemischt aus. Während TD Cowen erwartet, dass weitere Krypto-Firmen folgen werden, warnte der Verband der unabhängigen Banken (ICBA) vor Risiken für das Bankensystem. Der Zugang zu Master Accounts sei traditionell hochregulierten Einlageninstituten vorbehalten.

Was sich unter der Oberfläche bewegt

Trotz der Kursverluste zeigen On-Chain-Daten eine interessante Entwicklung. Long-Term-Holder reduzierten ihren Nettoverkauf von 243.737 Bitcoin Anfang Februar auf nur noch 31.967 Bitcoin Anfang März – ein Rückgang um 87 Prozent.

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Auch bei den Minern, die Bitcoin verkaufen müssen, um Betriebskosten zu decken, beruhigt sich die Lage. Der Höhepunkt der Kapitulation lag am 8. Februar bei minus 4.718 Bitcoin pro Tag. Bis zum 1. März fiel diese Zahl auf minus 837 Bitcoin.

Dennoch: Seit November flossen rund 7,8 Milliarden Dollar aus Spot-Bitcoin-ETFs ab – etwa 12 Prozent des Gesamtvolumens von 61,6 Milliarden Dollar. Während Privatanleger aussteigen, nutzen Großinvestoren die Schwäche zum Aufbau von Positionen. So stockten die Staatsfonds Mubadala und Al Warda aus Abu Dhabi Mitte Februar ihre Bitcoin-ETF-Engagements auf.

Gekoppelt an Tech-Aktien

Die Woche zeigt exemplarisch Bitcoins Dilemma. Die Integration in traditionelle Finanzmärkte – jahrelang das erklärte Ziel der Industrie – führt zu einer engen Koppelung mit dem Nasdaq. Positive Branchennachrichten wie Krakens Fed-Zugang verpuffen, wenn makroökonomische Schocks die globalen Märkte treffen.

Die kommenden Wochen dürften volatil bleiben. Der Iran-Konflikt bleibt das dominante Risiko, die Futures-Märkte reagierten nervös – 1,8 Milliarden Dollar wurden innerhalb einer Stunde liquidiert. Gleichzeitig preisen die Märkte mittlerweile zwei mögliche Zinssenkungen der Fed bis Jahresende ein, die erste könnte bereits im Juli kommen.

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