Die US-Zinsdebatte hat sich innerhalb weniger Wochen komplett gedreht. Statt Zinssenkungen preisen Händler nun eine mögliche Zinserhöhung bereits im April ein — ausgelöst durch einen Ölpreisanstieg von 50 Prozent seit Beginn des Iran-Konflikts und eine hartnäckig hohe Inflation. Bitcoin hält sich trotzdem über 70.000 Dollar.
Fed-Kehrtwende als Belastungsprobe
Noch zu Jahresbeginn war die Frage, wie viele Zinssenkungen 2026 kommen würden. Heute zeigt das CME FedWatch-Tool eine Wahrscheinlichkeit von 12 Prozent für eine Zinserhöhung beim April-Treffen — vor einer Woche lag dieser Wert bei null. Fed-Chef Jerome Powell signalisierte beim FOMC-Treffen am 18. März eine „vorsichtig restriktive“ Haltung, ließ die Zinsen bei 3,5 bis 3,75 Prozent und stellte für den Rest des Jahres nur noch eine einzige Senkung in Aussicht.
Der Anleihenmarkt reagierte entsprechend: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg allein am Freitag um weitere zehn Basispunkte auf 4,38 Prozent — zu Monatsbeginn lag sie noch unter vier Prozent. Britische Gilts gleicher Laufzeit übersprangen erstmals seit 2008 die Fünf-Prozent-Marke.
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ETF-Abflüsse und institutionelle Gegenbewegung
Am 19. März verzeichnete der US-Spot-ETF-Komplex Netto-Abflüsse von 90,2 Millionen Dollar. BlackRocks IBIT führte mit Rücknahmen von 38,3 Millionen Dollar, Fidelitys FBTC folgte mit 26 Millionen Dollar. Begleitet wurde das von einem Liquidationsereignis bei Derivaten in Höhe von 392 Millionen Dollar, das überhebelte Long-Positionen traf und Bitcoin kurzzeitig auf 68.814 Dollar drückte.
Auf der anderen Seite steht Strategy — ehemals MicroStrategy. Das Unternehmen kaufte in der Woche vom 9. bis 15. März insgesamt 22.337 BTC, finanziert durch den Verkauf ewiger Vorzugsaktien im Volumen von 1,2 Milliarden Dollar. Es war die zwölfte aufeinanderfolgende wöchentliche Akquisition im Jahr 2026. Strategy hält nun 761.068 BTC und peilt bis Jahresende eine Million an — sitzt dabei allerdings auf geschätzten 1,7 Milliarden Dollar unrealisierten Verlusten, da die Gesamterwerbskosten von 57,6 Milliarden Dollar den aktuellen Marktwert übersteigen.
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Technisches Bild mit Abwärtsrisiko
Aus charttechnischer Sicht steht Bitcoin einem unmittelbaren Widerstand bei 71.500 Dollar gegenüber. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg zu früheren Allzeithochs öffnen, während 69.500 Dollar als nächste Unterstützungszone gilt. Analysten vergleichen das aktuelle Muster mit der Bewegung von November bis Januar, die damals einem Rückgang von rund 90.000 auf fast 60.000 Dollar vorausging — ein schwaches, unruhiges Aufwärtsmuster innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends.
Trotz ETF-Abflüssen und makroökonomischem Gegenwind zeigt sich Bitcoin seit Kriegsbeginn leicht im Plus und gehört damit zu den widerstandsfähigsten Assets in diesem Umfeld. Ob das anhält, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Inflationsdaten in den kommenden Wochen entwickeln — und ob Powell tatsächlich die Zinsen erhöht.
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