Die BKW AG treibt den Ausbau ihrer Infrastruktur für die Energiewende massiv voran. Medienberichten zufolge wurde der finale Baubeschluss für den „Batteriepark Waltrop“ in Deutschland gefasst. Bei diesem Grossprojekt kooperiert der Energiekonzern mit Luxcara und Trianel, um eine Gesamtleistung von 900 MW sowie eine Speicherkapazität von 1.800 MWh zu realisieren. Die BKW sichert sich dabei ein eigenes Kontingent von 300 MW Leistung sowie 600 MWh Kapazität.
Massive Erweiterung der Speicherkapazitäten
Dieses Vorhaben in Deutschland ergänzt die Speicherstrategie der Gruppe im Heimatmarkt. Bereits Ende Mai unterzeichnete das Unternehmen eine Grundsatzvereinbarung mit Swissgrid, um eine Netzanschlusskapazität von 400 MW für das geplante Grossbatterieprojekt am Standort Mühleberg zu sichern. Diese Investitionen sind Teil der Bemühungen, die Flexibilität im Netzbetrieb zu erhöhen und die wachsende Menge an schwankendem Strom aus erneuerbaren Energien effizienter zu integrieren.
Parallel zum Ausbau der physischen Infrastruktur passt die BKW ihre Marktmodelle an die neue Dynamik an. Medienberichten zufolge führt das Unternehmen ab Mitte 2026 ein marktnahes Preismodell für die Einspeisung von Solarstrom ein. Produzenten erhalten künftig Spotmarktpreise anstelle fester Vergütungen. Damit sollen Anreize für eine bedarfsgerechte Einspeisung gesetzt werden, um die Produktion stärker an der tatsächlichen Marktnachfrage auszurichten. Dieser Schritt folgt der strategischen Ausrichtung des Programms „Solutions 2030“, das die BKW bereits Anfang des Jahres im Rahmen einer Investorenkonferenz konkretisiert hatte.
Bilanzielle Belastungen und Dividendenerhöhung
Die operative Entwicklung der BKW AG war im abgelaufenen Geschäftsjahr von erheblichen Sondereffekten geprägt. Wie aus dem Geschäftsbericht für 2025 hervorgeht, sank das Betriebsergebnis (EBIT) auf 561,0 Millionen CHF, nachdem im Vorjahr noch ein Wert von 789,9 Millionen CHF erzielt worden war. Laut dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) wurde das Ergebnis massgeblich durch eine Wertkorrektur in Höhe von 113,7 Millionen CHF auf die Beteiligung am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven belastet.
Trotz des Ergebnisrückgangs zeigt sich das Unternehmen bei der Ausschüttung an die Anteilseigner verlässlich. Die 15. ordentliche Generalversammlung beschloss Ende April eine Anhebung der Dividende für das Geschäftsjahr 2025 auf 3,80 CHF pro Aktie. Im Vorjahr hatte die Dividende noch bei 3,70 CHF gelegen. Das Unternehmen, das aktuell auf eine Marktkapitalisierung von 7,77 Milliarden Euro kommt, setzt damit die Strategie einer kontinuierlichen Gewinnbeteiligung fort.
Anleger blicken nun auf den 19. August 2026, wenn die BKW ihren Halbjahresbericht für das laufende Turnusjahr veröffentlichen wird. Die Aktie verzeichnete seit Jahresanfang ein Minus von 17,57 Prozent und spiegelt damit die Herausforderungen im Sektor wider. Erst am 7. Juli 2026 erreichte das Papier ein 52-Wochen-Tief bei 140,00 Euro. Der Markt wird genau beobachten, ob die grossvolumigen Investitionen in Speichertechnologien und die Umstellung der Einspeisemodelle bereits im Zahlenwerk des ersten Halbjahres positive Akzente setzen können.
BKW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BKW-Analyse vom 23. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BKW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BKW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BKW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

