Der Lauf hat erstmal ein Ende. Die BlackBerry-Aktie fällt am Freitag um 7,6 Prozent auf 8,54 Euro. Dabei hatte der Titel erst am Mittwoch mit 9,99 Euro sein 52-Wochen-Hoch markiert. Seit Jahresbeginn steht trotzdem ein Plus von 163 Prozent. Ein Grund für den Rücksetzer liegt auf der Hand: Der RSI liegt bei 74,4 Punkten. Der Wert gilt als technisch überkauft. Gewinnmitnahmen waren überfällig.
Hinzu kommt: Der Kurs hat sich in 30 Tagen um 67 Prozent verteuert. Eine Verschnaufpause war da fast programmiert. Die Volatilität bleibt mit annualisiert 78 Prozent hoch.
Rücksetzer nach Rekordjagd
Der kurze Blick auf die Kennzahlen zeigt das Ausmaß. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 5,05 Euro. Der aktuelle Kurs liegt knapp 69 Prozent darüber. Das 52-Wochen-Tief von 2,72 Euro stammt erst vom März. Seitdem hat sich der Wert mehr als verdreifacht. Die Dynamik war enorm. Nun folgt eine Konsolidierung.
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Doch die Frage ist: Reicht das Momentum aus, um die Rallye fortzusetzen?
Software-Geschäft als Wachstumstreiber
BlackBerry setzt zunehmend auf sein QNX-Betriebssystem. Die Software steckt in mehr als 275 Millionen Fahrzeugen. Die Partnerschaft mit Nvidia rückt das Unternehmen stärker in die KI-Blütezone. QNX OS for Safety 8.0 läuft künftig auf Nvidias IGX Thor-Plattform. Ziel ist „Physical AI“ – also KI, die nicht nur Texte, sondern Maschinen steuert.
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Die Zahlen untermauern die Strategie. Das QNX-Segment steigerte die Erlöse im letzten Quartal um 20 Prozent auf 78,7 Millionen Dollar. Der Lizenzierungs-Backlog liegt bei rund 950 Millionen Dollar. CFO Tim Foote erklärte auf einer Branchenkonferenz, die Restrukturierung sei abgeschlossen. Das Unternehmen erwartet rund 15 Prozent Umsatzwachstum für die QNX-Sparte.
Zudem hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm genehmigt. Bis Mai 2027 darf BlackBerry bis zu 4,58 Prozent der eigenen Aktien zurückkaufen.
Die entscheidende Frage bleibt: Reichen diese Fortschritte für eine Neubewertung? Konkurrenten arbeiten an eigenen Lösungen. Auch Open-Source-Alternativen setzen BlackBerry unter Druck. Die Q1-Zahlen kommen im Juni 2026. Sie müssen zeigen, ob die QNX-Dynamik nachhaltig ist – oder ob der jüngste Kursrutsch erst der Anfang war.
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