Der BlackRock Greater Europe Investment Trust hat heute 8.243 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 590,78 Pence zurückgekauft. Das klingt zunächst nach einer Routinemeldung – doch die Zahlen zeigen, wie aktiv das Management derzeit am Markt agiert.

Nach Abwicklung des Geschäfts am 11. Februar 2026 werden 25.392.405 Aktien im Treasury liegen – das entspricht 21,53 Prozent des gesamten ausgegebenen Kapitals von 117.928.938 Aktien. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien sinkt damit auf 92.536.533. Allein am 6. Februar hatte der Trust bereits 36.945 Aktien zurückgekauft.

Systematisches Programm am Werk

Die Häufung der Transaktionen deutet auf ein aktives Rückkaufprogramm hin. Erst in den vergangenen Tagen wurden mehrere Chargen zurückgekauft, wobei die Stückzahlen zwischen rund 8.000 und knapp 37.000 Aktien pro Transaktion lagen. Das Management scheint gezielt Gelegenheiten zu nutzen, um die Anzahl der umlaufenden Anteile zu reduzieren.

Der Net Asset Value per 6. Februar 2026 lag bei 615,43 Pence (nur Kapital) beziehungsweise 617,26 Pence inklusive laufendem Jahreseinkommen. Die Bewertung basiert auf Geldkursen, Dividenden werden am Ex-Tag abgezogen.

Konsequenzen für Anleger

Durch die Treasury-Aktien, die keine Stimmrechte tragen, verschiebt sich das Meldeverhalten: Anleger müssen ihre Beteiligungsschwellen nun auf Basis von 92.536.533 Aktien berechnen – nicht auf Basis der Gesamtzahl. Wer eine meldepflichtige Schwelle überschreitet, muss dies nach den FCA-Transparenzregeln bekannt geben.

Die systematischen Rückkäufe können den Wert je verbleibender Aktie theoretisch stützen, da sich das Vermögen auf weniger Anteile verteilt. Allerdings bleibt die Frage, ob der Trust damit auf einen anhaltenden Abschlag zum Net Asset Value reagiert oder andere strategische Überlegungen im Spiel sind.