Marktumfeld drückt auf die Notierung

Die Aktie von Bloom Energy gab gestern im Handel nach und verlor 4,9 Prozent auf 244,50 Euro. Ein unternehmensspezifischer Auslöser lag für diese Bewegung zur Wochenmitte nicht vor. Der Rückgang fiel vielmehr in ein schwächeres Umfeld an den US-Börsen, an denen anhaltender Druck am Anleihemarkt und hohe Renditen die Aktienkurse breiter belasteten.

Trotz des jüngsten Dämpfers blickt das Papier auf einen starken Jahresverlauf zurück: Seit Jahresanfang liegt der Kurs mit 226 Prozent im Plus.

Sport-Sponsoring und Analystenstimme

Abseits des Börsenhandels meldete das Unternehmen zu Wochenbeginn eine neue Kooperation. Am Montag gab Bloom Energy eine mehrjährige strategische Partnerschaft mit den Philadelphia 76ers bekannt. Das Unternehmen fungiert künftig als offizieller Trikot-Emblem-Partner des NBA-Teams. Die Vereinbarung umfasst zudem eine geplante Gemeinschaftsinvestition in siebenstelliger Höhe zugunsten lokaler Initiativen.

Anleger blicken derweil auch auf die Einschätzungen der Wall Street. Am Dienstag hob das Analysehaus Jefferies das Kursziel für Bloom Energy von 229 $ auf 264 $ an, beließ die Einstufung jedoch auf „Hold“.

Jefferies begründete den Schritt mit der ungebrochenen Nachfrage und einer intakten Wachstumsstory im Bereich der netzunabhängigen Stromerzeugung („Behind-the-Meter“). Allerdings verwiesen die Experten zugleich auf bestehende Umsetzungsrisiken, die mit behördlichen Genehmigungen und der Umsatzkonzentration einhergehen.

Projektbezogene Risiken im Blick

Als wesentliche Unsicherheitsfaktoren hob Jefferies zeitliche Risiken bei den Großprojekten Jupiter und Vineland hervor. Die Entwicklung dieser Standorte wird am Markt aufmerksam verfolgt.

Vor rund zwei Wochen war das in New Mexico geplante Jupiter-Rechenzentrum in die Schlagzeilen geraten, für das der Einsatz von Bloom-Energy-Brennstoffzellen vorgesehen ist. Oracle berief sich damals auf höhere Gewalt gegenüber dem Projektentwickler Stack Infrastructure, einer Einheit von Blue Owl Capital.

Laut Bloomberg betonte Oracle, dass dieser Schritt für sich genommen keine Verzögerung begründe und die Liefererwartungen unverändert blieben. Auch Blue Owl verwies auf fortbestehende finanzielle Verpflichtungen. Als Risikofaktor für den Gesamtfortschritt gilt jedoch weiterhin der verzögerte Zeitplan für eine Gas-Pipeline.