25 Prozent Importzoll auf europäische Autos — US-Präsident Trump macht Ernst. Die Ankündigung trifft BMW in einem Moment, in dem der Konzern ohnehin unter Druck steht.

Doppelter Gegenwind

Die neue US-Zollregelung gilt für alle Pkw und Lkw aus der EU. Ausgenommen sind nur Fahrzeuge, die direkt in amerikanischen Werken vom Band laufen. Für BMW, das einen erheblichen Teil seiner Modelle in Deutschland und Österreich produziert, bedeutet das: höhere Kosten, engere Margen.

Intern kommt weiterer Druck hinzu. Das Analysehaus AlphaValue/Baader Europe hat seine Gewinnprognosen für BMW gesenkt. Grund ist der Hochlauf der „Neuen Klasse“ — BMWs nächster Elektrofahrzeug-Generation. Der Produktionsanlauf kostet Geld, bevor er Geld bringt.

Die Aktie schloss am Freitag bei 77,92 Euro. Das liegt deutlich unter dem Jahresanfangsniveau.

Analysten bleiben vorsichtig optimistisch

Der Konsens von 23 Analysten hält ein durchschnittliches Kursziel von 90,19 Euro. Das entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 16 Prozent. RBC Capital Markets bewertet die Aktie mit „Sector Perform“ und einem Kursziel von 84 Euro.

RBC-Analyst Tom Narayan sieht im vollelektrischen iX3 einen strategischen Schlüssel. Das Modell soll BMW helfen, in China verlorene Marktanteile zurückzugewinnen — gegen Tesla und lokale Hersteller wie Xiaomi.

Quartalszahlen im Mai

Das Branchenumfeld bleibt angespannt. Volkswagen kämpft bereits mit einem deutlichen Ergebnisrückgang im ersten Quartal. Die VDA-Präsidentin kritisiert die US-Zölle scharf.

BMW veröffentlicht seine Quartalszahlen für Q1 2026 im Mai. Dann wird sich zeigen, wie stark die Zollankündigungen und der Anlaufaufwand für die Neue Klasse die Marge bereits belastet haben — und ob das Management seinen Jahresausblick hält.