Starke Nachfrage gibt es derzeit nur vom Unternehmen selbst. BMW kauft eigene Papiere im großen Stil zurück. Den Markt beeindruckt das allerdings nicht. Im Gegenteil. Die Aktie fällt immer weiter.
Am Donnerstag verlor das Papier knapp zwei Prozent und rutschte auf 58,10 Euro ab. Damit rückt das jüngste 52-Wochen-Tief von 57,06 Euro wieder in greifbare Nähe. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Verlust auf rund 40 Prozent. Der Abwärtstrend bleibt völlig intakt.
China bremst das Geschäft
Hinter der Kursschwäche steckt eine handfeste Gewinnwarnung aus dem Juni. Der schwache chinesische Markt belastet den Münchner Autobauer stark. Dort sinkt der Absatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor drastisch. BMW reagierte prompt und kappte die Erwartungen für das laufende Jahr.
Die operative Marge im Autobau schrumpft massiv. Ursprünglich lag der Zielkorridor bei vier bis sechs Prozent. Nun erwartet das Management nur noch magere ein bis drei Prozent Rendite.
Charttechnik und Aktienumbau
Das Chartbild spiegelt diese fundamentale Krise wider. Der Kurs verharrt weit unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 69,52 Euro. Auch der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 30,7 eine klar überverkaufte Lage.
Das Unternehmen hält trotz der Krise an seiner Kapitalrückführung fest. Seit Anfang Juli läuft die dritte Tranche des aktuellen Aktienrückkaufprogramms. Bis Ende November will der Konzern eigene Papiere für bis zu 625 Millionen Euro einsammeln.
Parallel dazu hatte das Management bereits die eigene Struktur vereinfacht. Ende Juni wandelte BMW alle Vorzugsaktien per Satzungsänderung in Stammaktien um. Das soll die Handelbarkeit der Papiere verbessern. Die bisherige Dividendenpolitik bleibt von all dem unberührt.
Wichtige Termine im Juli
Investoren richten den Blick nun auf den 10. Juli. An diesem Tag hält BMW einen Pre-Close-Call ab. Hier liefert das Management erste Einschätzungen zum abgelaufenen Quartal. Die endgültigen Zahlen folgen dann am 30. Juli mit dem offiziellen Halbjahresbericht.
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