Die BMW-Aktie taumelt. Bei rund 91 Euro notiert das Papier aktuell – weit entfernt von den Dezember-Hochs knapp über 97 Euro. Barclays drückt den Daumen nach unten, senkt das Rating auf „Underweight“ mit Kursziel 82,50 Euro. China schwächelt dramatisch, die Elektromobilität stockt. Doch inmitten dieses Gegenwinds leuchtet ein Lichtblick: Eine Dividendenrendite zwischen 4,5 und 5,0 Prozent. Für 2024 gab es 4,30 Euro je Aktie, für 2025 werden rund 3,95 Euro erwartet.
Absturz im Reich der Mitte
Die Verkaufszahlen des vierten Quartals 2025 offenbaren das ganze Dilemma. Der Gesamtabsatz sank um 4,1 Prozent auf knapp 668.000 Fahrzeuge. Die Kernmarke BMW allein büßte 5,2 Prozent ein. Im Gesamtjahr 2025 erreichte der Konzern mit 2,46 Millionen ausgelieferten Autos nur ein mageres Plus von 0,5 Prozent – das ist keine Wachstumsstory, das ist Stillstand.
China trifft BMW mit voller Wucht. Im Schlussquartal brachen die Verkäufe um fast 16 Prozent ein. Über das Gesamtjahr summiert sich das Minus auf 12,5 Prozent. Der wichtigste Einzelmarkt für BMW – rund 30 Prozent von Volumen und Gewinn kommen von dort – schwächelt das zweite Jahr in Folge massiv. Eine aggressive Rabattschlacht zu Jahresbeginn 2026 zeigt, wie verzweifelt der Kampf geworden ist. Lokale Hersteller wie BYD setzen mit günstigen Elektroautos die Premium-Marken unter Druck.
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Elektro-Traum wird zum Albtraum?
Auch bei den Stromern läuft es alles andere als rund. Im vierten Quartal gingen die BEV-Verkäufe um 10,5 Prozent zurück. Zwar stieg der E-Auto-Absatz im Gesamtjahr 2025 noch um 3,6 Prozent auf gut 442.000 Einheiten, doch die Dynamik erlahmt sichtbar. 2024 hatte das Wachstum noch bei 13,5 Prozent gelegen. Der Anteil der vollelektrischen Modelle am Gesamtabsatz erreichte lediglich 18 Prozent. Europa zeigt sich mit einem Plus von 28,2 Prozent bei den Stromern robust, doch das reicht nicht. In den USA ging der Absatz im vierten Quartal um 4,6 Prozent zurück.
Neue Klasse als Rettungsanker
BMW setzt alle Hoffnungen auf die Modelloffensive „Neue Klasse“, die 2026 Fahrt aufnimmt. Die neue Plattform verspricht 30 Prozent mehr Reichweite und schnelleres Laden bei den Elektromodellen. Gleichzeitig sollen die Produktionskosten sinken. Der iX3 als erstes Modell wurde auf der CES 2026 präsentiert. Die Serienproduktion im ungarischen Werk Debrecen läuft bereits seit Ende 2025. Im Sommer 2026 soll eine Limousine im Münchner Stammwerk vom Band rollen. Bis 2027 will BMW acht neue Modelle auf dieser Basis ausrollen. Bis Ende 2027 sollen insgesamt über 40 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt kommen.
Ein technisches Highlight: Die ab 2027 geplanten M-Modelle der Neuen Klasse kommen mit vier Elektromotoren. Zwei elektrische Antriebseinheiten an Vorder- und Hinterachse mit je einem Motor pro Rad sollen für BMW M-typische Fahr-Performance sorgen.
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Analysten gespalten
J.P. Morgan bleibt optimistisch und bestätigt das Rating „Overweight“ mit Kursziel 89 Euro. Die US-Bank sieht erste Anzeichen einer Stabilisierung in China. Barclays dagegen warnt vor strukturellen Risiken. Die britische Bank sieht BMW anfällig für Zölle zwischen EU und USA, die die Marge stärker treffen könnten als bei Wettbewerbern. Jefferies hat das Kursziel kürzlich von 88 auf 100 Euro angehoben und sieht Potenzial. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt im niedrigen einstelligen Bereich bei etwa 8.
Charttechnik im Niemandsland
Charttechnisch befindet sich die BMW-Aktie in einer Phase der Orientierung. Nach einem Aufbäumen Anfang Dezember bei knapp über 97 Euro ist das Papier wieder auf etwa 90,50 Euro zurückgefallen. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 89,58 Euro könnte bald getestet werden. Ein Bruch dieser Marke wäre ein erstes negatives Signal, aber gleichzeitig auch eine Chance für antizyklische Käufer. Das 52-Wochen-Tief lag im April 2025 bei 62,96 Euro. Erst wenn die Marke von 95 Euro nachhaltig überschritten wird, dürfte neues Kaufinteresse entstehen.
Für Dividendenjäger bietet BMW einen interessanten Einstieg. Die Ausschüttungsrendite von über 4,5 Prozent ist im aktuellen Marktumfeld attraktiv. Das Unternehmen zahlt seit Jahren verlässlich. Die Bewertung wirkt mit einem einstelligen KGV moderat. Wer auf stabile Dividenden setzt und einen längeren Atem hat, sollte BMW auf der Watchlist behalten.
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