Der Ausverkauf bei BMW geht in die nächste Runde. Am Montag rutschte der Kurs auf 57,88 Euro ab. Das markiert ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat der Autobauer fast 40 Prozent seines Börsenwerts vernichtet.
China bremst den Gewinn
Der aktuelle Absturz kommt nicht aus dem Nichts. Mitte Juni kappte das Management die Jahresprognose. Der Hauptgrund liegt in Asien. Der chinesische Automarkt kühlt spürbar ab. Besonders Modelle mit Verbrennungsmotor verkaufen sich dort schlechter. Zwar laufen die Geschäfte in Europa und den USA besser. Das reicht aber nicht aus, um die Lücke aus Fernost zu schließen.
Die finanziellen Folgen dieser Schwäche sind massiv. BMW rechnet für das laufende Jahr nun mit weniger ausgelieferten Fahrzeugen. Die operative Marge im Autobau soll auf magere eins bis drei Prozent schrumpfen. Zuvor plante der Konzern fast doppelt so hoch. Auch der Vorsteuergewinn wird laut Vorstand deutlich einbrechen.
Milliarden für Aktionäre bleiben
Ein kleiner Lichtblick bleibt für Investoren. Der Autobauer generiert weiterhin viel Bargeld. Der freie Cashflow soll am Jahresende die Marke von 2,5 Milliarden Euro übertreffen.
Entsprechend hält BMW an seiner Gewinnbeteiligung fest. Aktionäre erhalten weiterhin 30 bis 40 Prozent des Nettoergebnisses. Parallel dazu läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter. Bis Ende Juni erwarb das Unternehmen bereits über sechs Millionen eigene Papiere.
Technisch massiv überverkauft
An der Börse dominiert aktuell reine Skepsis. Mit glatt 58,00 Euro notiert die Aktie weit unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Diese verläuft erst bei 83,13 Euro.
Ein RSI-Wert von 19,3 zeigt einen extrem überverkauften Zustand. Die Folge: Der Markt hat das Vertrauen in eine schnelle Erholung verloren. Am 10. Juli äußert sich das Management im offiziellen Call zum zweiten Quartal. Dort muss der Vorstand beweisen, dass der Boden bei den Margen tatsächlich erreicht ist.
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