Der Münchner Autobauer greift im chinesischen Preiskampf durch. Mit Rabatten von bis zu 37.000 Euro je Fahrzeug positioniert sich BMW neu gegen die heimische Konkurrenz. Eine drastische Kehrtwende – aber kommt sie rechtzeitig?
Anfang 2026 verschärft sich der Wettbewerb auf dem weltgrößten Automarkt weiter. Chinesische Hersteller wie BYD und Geely hatten ihre Preise in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gesenkt und die deutschen Premium-Anbieter damit in Bedrängnis gebracht. Nun reagiert BMW mit massiven Preisnachlässen, um Lagerbestände abzubauen und Marktanteile zu verteidigen.
Indien als Hoffnungsträger
Während in China die Margen unter Druck geraten, liefert die BMW Group India positive Signale. Im Kalenderjahr 2025 verkaufte das Unternehmen dort 18.001 Fahrzeuge – ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das vierte Quartal überzeugte mit 6.023 abgesetzten Einheiten, was einem Wachstum von 17 Prozent entspricht.
Der Elektrobereich entwickelt sich zum Wachstumstreiber: 3.753 BMW und MINI Elektrofahrzeuge wurden 2025 in Indien ausgeliefert – eine Steigerung von 200 Prozent. BMW bezeichnet sich selbst als bevorzugte Luxus-Elektromarke im indischen Markt. Die Motorradsparte BMW Motorrad setzte 5.841 Maschinen ab.
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Produktoffensive als Strategie
Die indische Niederlassung setzte 2025 auf eine aggressive Produktstrategie: 20 neue Modelle über die Marken BMW, MINI und BMW Motorrad hinweg wurden auf den Markt gebracht. Diese Offensive scheint aufzugehen und könnte als Blaupause für andere Wachstumsmärkte dienen.
Parallel arbeitet BMW an der digitalen Transformation. Im Sommer 2025 gründete der Verband der Automobilindustrie zusammen mit elf Firmen aus der Branche und der Eclipse Foundation ein Bündnis für Software Defined Vehicles. BMW gehört zu den deutschen Gründungsmitgliedern dieser kollaborativen Open-Source-Initiative, die mittlerweile weitere Partner angezogen hat.
Die Münchner stehen vor einem Spagat: In China kämpfen sie mit Rabatten um jeden Kunden, während sie in Wachstumsmärkten wie Indien profitabel expandieren. Ob die Strategie aufgeht, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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