Der Aktienhandel liefert BNP Paribas im dritten Quartal den entscheidenden Schub. Die Bank übertrifft die Gewinnerwartungen deutlich, hält ihre Jahresziele aber unverändert. Eine Anhebung der Prognose bleibt aus.
Handel treibt die Erträge
Der Konzernertrag stieg um 9,5 Prozent auf 13,76 Milliarden Euro und lag über den erwarteten 13,50 Milliarden. Der Überschuss kletterte um 13,5 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 3,23 Milliarden gerechnet.
Der Motor: das Geschäft mit Aktien und Prime Services. Die Erlöse legten um 50 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro zu, getragen von starker Kundennachfrage über die gesamte Produktpalette. Für Konzernchef Jean-Laurent Bonnafe, der den Bereich über Jahre ausgebaut hat, ist das eine Bestätigung seiner Strategie.
Vor Steuern verdiente die Bank 5,06 Milliarden Euro, ein Plus von 18,1 Prozent. Die Kosten wuchsen langsamer als die Erträge.
Schwächen im Privatkundengeschäft
Nicht überall lief es rund. Im Bereich Commercial, Personal Banking & Services sank der Vorsteuergewinn um 6,5 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro, weil die Risikovorsorge in dieser Sparte auf 836 Millionen Euro stieg. Bei den Autoleasing-Einheiten Arval und Leasing Solutions brachen die Erlöse um 29,1 Prozent ein. Grund sind sinkende Gebrauchtwagenpreise.
Auch die Risikokosten lagen mit 964 Millionen Euro über den erwarteten 898 Millionen. Ursache waren vor allem höhere Rückstellungen für gesunde Kredite. Das entspricht 39 Basispunkten der Kundenkredite und damit dem Ziel von unter 40 Basispunkten für 2026.
Ziele bestätigt, Rückkauf im November
Die Kernkapitalquote liegt bei 12,9 Prozent, inklusive der Athlon-Übernahme. Bis Ende 2026 soll sie über 13 Prozent steigen, unterstützt vom Verkauf der marokkanischen Tochter BMCI.
Die Bank bestätigte ihre Ziele: eine Eigenkapitalrendite von 12 Prozent für 2026 und über 13 Prozent für 2028. Die Kosten-Ertrags-Quote soll 2026 bei etwa 60 Prozent liegen und bis 2028 unter 56 Prozent fallen. Beim Nettogewinn peilt das Management von 2025 bis 2028 ein jährliches Wachstum von mehr als 10 Prozent an.
Für Aktionäre kündigte BNP Paribas ein Aktienrückkaufprogramm über 1,3 Milliarden Euro an. Es startet im November.
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