BNP Paribas hat am Mittwoch die vollständige vorzeitige Rückzahlung einer nachrangigen Anleihe über AUD 250 Millionen angekündigt. Die Tilgung soll am 11. Dezember 2026 erfolgen.
Kapitalmaßnahmen und höhere Anforderungen
Daneben hat die Bank am 28. Oktober einen von der Europäischen Zentralbank genehmigten Aktienrückkauf über bis zu EUR 1,3 Milliarden angekündigt. Als Starttermin nannte sie den 2. November. Die zurückgekauften Aktien sollen eingezogen werden; über den Fortschritt will BNP Paribas wöchentlich berichten.
Für die künftige Kapitalausstattung gelten zugleich neue aufsichtsrechtliche Vorgaben. Nach der am 29. Oktober veröffentlichten SREP-Mitteilung beträgt die Anforderung an die harte Kernkapitalquote ab dem 1. Januar 2027 insgesamt 10,73 Prozent.
Die zusätzliche Säule-2-Anforderung steigt gegenüber der vorherigen Überprüfung um 17 Basispunkte auf 1,90 Prozent. Den daraus resultierenden Effekt auf die Anforderung an das harte Kernkapital beziffert BNP Paribas allerdings auf lediglich zwei Basispunkte.
Medienberichten zufolge senkte Fitch am Dienstag den Ausblick für BNP Paribas von stabil auf negativ. Die langfristige Bonitätsnote bestätigte die Ratingagentur bei AA−. Zur Begründung verwies Fitch auf den negativen Ausblick für Frankreich und Risiken im Geschäftsumfeld der Bank.
Gewinnwachstum und bestätigte Ziele
Operativ meldete BNP Paribas am 28. Oktober einen Anstieg des Konzerngewinns im dritten Quartal 2026 auf 3,46 Milliarden Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Die Erträge erreichten 13,8 Milliarden Euro und lagen damit 9,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Zugleich bestätigte die Bank ihre Ziele für 2026.
Für die Rendite auf das materielle Eigenkapital strebt BNP Paribas 2026 weiterhin 12 Prozent an. Bis 2028 soll diese Kennzahl auf mehr als 13 Prozent steigen. Zum Jahresende 2026 erwartet die Bank eine harte Kernkapitalquote von über 13 Prozent.
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