BNP Paribas Aktie: JPMorgan schlägt zu!

Die US-Investmentbank JPMorgan stuft BNP Paribas auf 'Overweight' und hebt das Kursziel auf 102 Euro an. Grund sind nachlassende Kapitalsorgen und eine verbesserte Profitabilitätsaussicht.

BNP Paribas Aktie
Kurz & knapp:
  • JPMorgan hebt Rating von 'Neutral' auf 'Overweight'
  • Kursziel wird von 89 auf 102 Euro angehoben
  • Bank gilt als günstigste in Europa laut Bewertungskennzahlen
  • Neue Kapitalpolitik fokussiert auf Aktionärsrenditen

Die französische Großbank BNP Paribas erlebt eine bemerkenswerte Neubewertung durch die US-Investmentbank JPMorgan. Am 8. Januar 2026 stufte Analystin Delphine Lee die Aktie von „Neutral“ auf „Overweight“ hoch und hob das Kursziel von 89 auf 102 Euro an. Die Begründung: nachlassende Kapitalsorgen bei gleichzeitig steigender Profitabilität.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 6x und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,75x gilt BNP Paribas laut JPMorgan derzeit als „günstigste Bank Europas“. Die Eigenkapitalrendite soll bis 2027 auf 12,7 Prozent und 2028 auf 13 Prozent klettern. Trotz eines beeindruckenden Kursanstiegs von 68,1 Prozent im vergangenen Jahr bleibt die Aktie damit deutlich unter ihrem fairen Wert.

Strategiewechsel mit Signal

Was steckt hinter dem plötzlichen Sinneswandel der Analysten? Das Management hat einen fundamentalen Kurswechsel in der Kapitalpolitik eingeleitet. Künftig soll überschüssiges Kapital oberhalb der 13-Prozent-Marke konsequent an die Aktionäre ausgeschüttet werden – ein deutlicher Bruch mit der bisherigen Praxis. Statt externes Wachstum zu forcieren, rückt die Rendite für die Anteilseigner in den Mittelpunkt.

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Parallel dazu laufen gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität in schwächelnden Geschäftsbereichen. Strategische Verkäufe sollen zudem die Kapitalquote stärken und Bedenken am Markt ausräumen. Diese Kombination aus Restrukturierung und aktionärsfreundlicher Kapitalpolitik könnte den jahrelangen Rückstand gegenüber dem Sektor beenden.

Vier Jahre Underperformance

Tatsächlich hinkte BNP Paribas zuletzt deutlich hinterher. 2025 markierte das vierte Jahr in Folge, in dem die Bank schlechter abschnitt als der europäische Bankensektor. Hauptgründe: eine geringere Zinssensitivität und schwächere Kapitalpositionen im Vergleich zu den Wettbewerbern. Die konsequente Dividendenpolitik mit fünf aufeinanderfolgenden Erhöhungen konnte diese strukturellen Schwächen nicht wettmachen.

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Doch nun mehren sich die Signale für eine Trendwende. Während Barclays die Aktie Anfang Januar wegen Rechtsrisiken im Sudan-Geschäft von „Overweight“ auf „Equalweight“ herabstufte und das Kursziel auf 80 Euro senkte, setzt JPMorgan auf das Gegenteil. Die divergierenden Einschätzungen zeigen: Der Markt ringt noch um die richtige Bewertung.

Konsens spricht für Kaufchance

Der breite Analystenkonsensus tendiert mit einem Rating von 1,5 klar Richtung „Strong Buy“. Auch UBS hatte das Papier kürzlich von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel auf 103 Euro angehoben. Die Bewertungslücke zu den Wettbewerbern sei einfach zu groß geworden, argumentierte UBS-Analyst Jason Napier.

Bei einem aktuellen Börsenwert, der zuletzt um 9,6 Milliarden Dollar nachgab und damit 10 Prozent hinter dem europäischen Bankenindex SX7P zurückblieb, sehen immer mehr Profis eine Einstiegschance. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann die Aufholjagd beginnt.

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