Die Luftfahrtbranche kämpft weiterhin mit massiven Lieferengpässen – und Boeing steht dabei im Zentrum der Probleme. Jahre nach der Pandemie haben sich die Supply-Chain-Störungen nicht entspannt, sondern durch Rekordnachfrage und geopolitische Spannungen sogar verschärft.
Airlines halten ihre Flugzeuge im Schnitt zwei Jahre länger im Dienst als üblich, weil Auslieferungen von Boeing und Airbus sich verzögern. Allein 2025 verursachte das bei den Fluggesellschaften zusätzliche Kosten von geschätzten 11 Milliarden Dollar für Treibstoff, Wartung und Ersatzteile. Willie Walsh, Chef des Luftfahrtverbands IATA, findet deutliche Worte: „Es ist wirklich an der Zeit, dass diese Schlüsselzulieferer ihre Angelegenheiten in Ordnung bringen.“
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Titanium-Mangel bremst Produktion
Die Probleme reichen tief in die Lieferketten. Triebwerkshersteller kämpfen mit Engpässen bei kritischen Materialien wie Titan und Nickelrohren. Russlands Krieg in der Ukraine hat den Zugang zu russischem Titan abgeschnitten – dabei stammte zuvor die Hälfte des weltweiten Angebots von dort. Die Lieferzeiten für Titan liegen aktuell bei 50 bis 60 Wochen, verglichen mit nur 20 Wochen vor der Pandemie.
Paul Wingfield von Future Metals erklärt: „Die Hersteller können nicht genug produzieren, um aufzuholen, weil sie vier Jahre lang die Produktion gestoppt hatten.“ Wenn alle gleichzeitig wieder hochfahren, fehlt schlicht Material im Markt.
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Auch große Aufträge in Sicht
Trotz aller Schwierigkeiten bleibt die Nachfrage nach neuen Jets ungebrochen. Die staatliche saudi-arabische Fluggesellschaft Saudia führt Gespräche mit Boeing und Airbus über einen Großauftrag von mindestens 150 Narrow- und Widebody-Jets. Es wäre die größte Bestellung in der Geschichte der Airline. Die 80 Jahre alte Carrier hatte erst 2023 mehr als 36 Boeing 787 Dreamliner bestellt, plus Optionen auf weitere zehn Maschinen.
Die Verhandlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium und könnten auch ohne Abschluss enden. Doch sie zeigen: Die fundamentale Nachfrage nach neuen Flugzeugen ist da – wenn Boeing und seine Zulieferer nur liefern könnten.
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