Die Regierung von Bougainville ordnet den Bergbau im Pazifik neu. Mit der Suspendierung bestehender Explorationsrechte übernimmt die staatliche Führung die Kontrolle über das Panguna-Projekt. Dieser Schritt beendet die jahrelange Unsicherheit über die strategische Führung der Mine.

Die neue Machtstruktur

Die Autonomous Bougainville Government (ABG) agiert nun als Mehrheitsaktionärin von Bougainville Copper. Sie setzt auf eine neue Struktur für das historische Projekt. Die bisherige Explorationslizenz wurde zugunsten einer neuen Großbergbaupacht untergeordnet. Diese Rechte liegen jetzt bei der Gesellschaft Bougainville Minerals Limited.

Hinter diesem Unternehmen stehen die Regierung und lokale Landbesitzer gemeinsam. Damit entzieht die ABG dem Konzern die alleinige Kontrolle über die operative Planung. Die Führung will so eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in die Gewinnbeteiligung sicherstellen.

Erbe und Potenzial der Mine

Panguna war einst eine der weltweit größten Kupferminen. Die Schließung im Jahr 1989 markierte den Beginn eines schweren Bürgerkriegs. Nun treibt der Hunger der Weltwirtschaft nach Kupfer den Neustart voran. Das Metall gilt als unverzichtbar für die globale Energiewende.

Anleger reagieren auf die Pläne mit einer Mischung aus Hoffnung und Nervosität. Die Aktie legte innerhalb eines Monats um 11,54 Prozent zu. Parallel dazu erreicht die jährliche Volatilität einen Extremwert von rund 194 Prozent. Das verdeutlicht das hohe Risiko bei einer Marktkapitalisierung von rund 85 Millionen Euro.

Der Erfolg des Projekts hängt nicht nur an den Rohstoffpreisen. Die Regierung muss das Vertrauen der lokalen Gemeinden dauerhaft sichern. Nur durch langfristige Vereinbarungen mit den Landbesitzern lässt sich ein erneuter Konflikt vermeiden. Die Verhandlungen über die operativen Details der neuen Pacht werden über die tatsächliche Wiedereröffnung entscheiden.