BP will überschüssigen Cashflow vorrangig für verbleibende Vergleichsverpflichtungen aus Deepwater Horizon einsetzen, wie das Unternehmen vor gut einer Woche erklärte. Bereits am 23. Oktober vereinbarte BP Medienberichten zufolge mit dem US-Bundesstaat Louisiana die Beilegung zweier Streitigkeiten um die Ölkatastrophe. Bestandteil der Einigung ist eine vorzeitige Einmalzahlung von etwa 350 Millionen $.
Vergleich und Mittelverwendung
Die Vereinbarung mit Louisiana umfasst außerdem die Beilegung der verbliebenen Klagen zu Schäden in der Küstenzone. Damit betrifft sie sowohl eine vorgezogene Zahlung als auch noch offene Rechtsstreitigkeiten.
Den Vorrang für die verbleibenden Vergleichsverpflichtungen nannte BP vor gut einer Woche bei der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen. Für das dritte Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn auf Wiederbeschaffungskostenbasis von 8,5 Milliarden $. Nach neun Monaten belief sich dieser Gewinn auf 17,4 Milliarden $.
Höhere Erlöse aus Veräußerungen erwartet
Beim Verkauf eines Anteils von 5 Prozent an Aker BP erzielte BP einen Preis von 311 NOK je Aktie. Die abgeschlossene Transaktion brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben rund 9,83 Milliarden NOK ein.
BP bezifferte den Erlös zugleich auf rund 1,06 Milliarden $. Nach dem Verkauf hält das Unternehmen nach eigenen Angaben noch etwa 10,9 Prozent an Aker BP.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet BP Veräußerungs- und sonstige Erlöse von rund 9 Milliarden $. Diese Erwartung liegt nach Unternehmensangaben etwa 1 Milliarde $ über der vorherigen Prognose.
Reuters berichtete am Donnerstag über fallende BP-Aktien am Tag der Verkaufsankündigung und verwies dabei auch auf die Schwäche des breiteren Energiesektors.
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