BP meldet den Start der kommerziellen Gasförderung im aserbaidschanischen ACG-Block. Damit erschließt der Konzern erstmals Vorkommen von nicht-assoziiertem Gas in dieser Region. Es geht um gewaltige Mengen.
Brückenschlag nach Europa
Die förderbaren Reserven liegen schätzungsweise zwischen 4 und 6 Billionen Kubikfuß. Das Projekt stärkt die europäische Energieversorgung über den 3.500 Kilometer langen Südlichen Gaskorridor. Aktuell deckt Aserbaidschan etwa fünf Prozent des gesamten Gasbedarfs der Europäischen Union.
BP plant bereits den nächsten Schritt. Das Unternehmen bereitet die Übernahme des Offshore-Gasfeldes Babek vor. Parallel dazu treibt der Konzern globale Projekte voran. In Brasilien hält BP 30 Prozent an einem Tiefsee-Fund im Campos-Becken. Obendrein besteht eine technische Kooperation mit ONGC für Offshore-Vorhaben.
Volatilität belastet den Kurs
An der Börse kämpft die Aktie mit Gegenwind. Der Kurs notiert mit 5,79 Euro unter dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 14 Prozent zu Buche.
Der Durchschnittswert der letzten 50 Tage liegt bei 6,32 Euro. Damit spiegelt die aktuelle Bewertung den kurzfristigen Abwärtstrend wider. Die jüngste Volatilität der Rohölpreise drückt auf die Stimmung.
Schwankende Spannungen im Nahen Osten sorgten zuletzt für Preiskorrekturen. Geopolitische Instabilität bleibt ein treibender Faktor für Brent- und WTI-Futures. Dennoch halten Analysten an ihrer positiven Grundhaltung fest.
Das Konsens-Rating lautet „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 635 Pence. Die strategische Expansion im Kaukasus soll künftig die operativen Cashflows stabilisieren.
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