Hohe Gewinne im Handel, aber steigende Schulden in der Bilanz. Bei BP prallen vor den Quartalszahlen am 28. April zwei Welten aufeinander. Die Aktie spiegelt den Optimismus wider und notiert aktuell bei 6,45 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von rund 27 Prozent auf der Anzeigetafel.
Sattes Plus beim Ölhandel
Das Management erwartet für das erste Quartal ein außergewöhnlich starkes Ergebnis im Ölhandel. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten treiben die Volatilität. Das füllt die Kassen des britischen Energiekonzerns. Die Kehrseite: Die Nettoverschuldung steigt voraussichtlich auf bis zu 27 Milliarden US-Dollar.
Dieser Schuldenanstieg resultiert primär aus einem massiven Aufbau des Nettoumlaufvermögens. Die hohen Rohstoffpreise binden schlicht mehr Kapital. Die Fördermengen bleiben derweil stabil. BP produziert weiterhin gut 2,3 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag.
Analysten loben neue Strategie
Im Vorfeld der Zahlen häufen sich die positiven Analystenstimmen. Die Schweizer Großbank UBS hob die BP-Aktie kürzlich auf „Kaufen“. Das Kursziel liegt nun bei 700 Pence. Die Experten sehen das Unternehmen unter der neuen Chefin Meg O’Neill an einem entscheidenden Wendepunkt.
Auch BNP Paribas Exane stufte das Papier auf „Strong Buy“ hoch. Im Fokus steht nun das Produktionsziel für das Jahr 2030. O’Neill will die Förderung auf bis zu 2,5 Millionen Barrel pro Tag steigern. Dieser Plan bildet das Fundament der neuen Strategie.
Formalien vor dem Aktionärstreffen
Pünktlich zur Hauptversammlung am 23. April hat BP seine Stimmrechtsanteile aktualisiert. Der Konzern nutzte eigene Aktien für Mitarbeiterprogramme. Dadurch beläuft sich die Gesamtzahl der Stimmrechte nun auf rund 15,7 Milliarden. Diese technische Anpassung hilft Investoren bei der exakten Berechnung meldepflichtiger Schwellenwerte.
Die kommenden Tage fordern die volle Aufmerksamkeit der Aktionäre. Nach dem Aktionärstreffen am Donnerstag folgen am 28. April die vollständigen Quartalszahlen. Dann muss das Management beweisen, dass der Schuldenanstieg tatsächlich nur ein temporärer Effekt der hohen Preise ist.
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