BP Aktie: Milliarden-Umbau vor Chefwechsel

BP treibt sein milliardenschweres Verkaufsprogramm voran, während ein Arbeitskampf in den USA die neue Chefin Meg O'Neill gleich zu Beginn herausfordert. Analysten zeigen sich zuversichtlich.

BP Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf der deutschen Raffinerie Gelsenkirchen abgeschlossen
  • Arbeitskampf in US-Raffinerie Whiting belastet Geschäft
  • HSBC hebt Kursziel und Einstufung für BP an
  • Neue Chefin O'Neill übernimmt am 1. April 2026

Der britische Energiekonzern drückt bei seiner strategischen Neuausrichtung aufs Tempo. Nur wenige Tage bevor Meg O’Neill am 1. April das Ruder übernimmt, treibt das Unternehmen sein milliardenschweres Verkaufsprogramm weiter voran. Während die Trennung von der Raffinerie in Gelsenkirchen die Kassen füllt, wartet auf die neue Chefin in den USA bereits der erste handfeste Konflikt.

Gelsenkirchen geht an Klesch Group

Mit dem Verkauf der deutschen Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch Group hat das laufende Desinvestitionsprogramm einen wichtigen Meilenstein erreicht. Inzwischen summieren sich die Verkäufe auf über 11 Milliarden US-Dollar, womit das Jahresziel von 20 Milliarden Dollar näher rückt. Dieser Schritt dient vor allem dazu, das komplexe Endkundengeschäft zu verschlanken und die Kapitaleffizienz zu steigern. Genau das fordern auch aktivistische Investoren wie der New Yorker Hedgefonds Elliott Management, die auf eine stabilere Bilanz pochen.

Spannungen in den USA

Parallel zum Portfolio-Umbau in Europa gibt es auf der anderen Seite des Atlantiks handfeste Probleme. Am Montag meldete die Gewerkschaft United Steelworkers (USW) die Aussperrung von rund 800 Mitarbeitern in der Whiting-Raffinerie in Indiana. Da dieser Standort ein zentraler Knotenpunkt für das US-Geschäft ist, könnten längere Ausfälle die regionalen Treibstofflieferungen und damit die kurzfristigen Margen belasten. Für die designierte Konzernchefin O’Neill steht die Beilegung dieses Streits ganz oben auf der Prioritätenliste, um die ehrgeizigen Kostensenkungsziele nicht zu gefährden.

Analysten fassen Mut

An der Börse kommen die Aufräumarbeiten gut an. Die britische Großbank HSBC reagierte gestern prompt und hob die Einstufung von „Reduce“ auf „Hold“ an. Gleichzeitig schraubten die Experten das Kursziel deutlich von 35,10 auf 45,30 US-Dollar nach oben. Als Grund nannten sie die gewonnene Klarheit beim Konzernumbau sowie die Aussicht auf steigende Margen. Auch die jüngste Kursentwicklung spiegelt diese Zuversicht wider: Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier ein solides Plus von gut 14 Prozent und notiert mit einem gestrigen Schlusskurs von 6,20 Euro komfortabel über der 50-Tage-Linie.

Mit dem Amtsantritt von Meg O’Neill am 1. April beginnt für den Konzern die nächste strategische Phase. Neben der Lösung des Arbeitskampfes in Indiana muss sie das restliche Verkaufsprogramm von knapp neun Milliarden Dollar abwickeln. Gleichzeitig gilt es, die Produktion im volatilen Umfeld der schwankenden Ölpreise abzusichern, die zuletzt stark auf geopolitische Signale aus dem Nahen Osten reagierten.

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