BP Aktie: Profiteur der Krise

Geopolitische Risiken treiben den Ölpreis und Analystenkurse für BP nach oben, während ein Arbeitskampf in einer US-Raffinerie internen Druck erzeugt.

BP Aktie
Kurz & knapp:
  • Ölpreis nähert sich der 100-Dollar-Marke
  • Bank of America erhöht Kursziel auf 400 Pence
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • Arbeitskonflikt in wichtiger US-Raffinerie

Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten versetzen die globalen Energiemärkte in Aufruhr. Während der Ölpreis der Marke von 100 US-Dollar je Barrel immer näher rückt, rücken Energiekonzerne wie BP in den Fokus der Analysten. Gleichzeitig muss das Management einen schwelenden Arbeitskampf in einer der wichtigsten US-Raffinerien entschärfen.

Geopolitik treibt die Ölpreise

Treiber der aktuellen Marktdynamik ist die Angst vor einem Engpass bei der weltweiten Ölversorgung. Ein möglicher Verschluss der Straße von Hormus könnte bis zu 20 Prozent des globalen Angebots abschneiden. US-Militärschläge auf die iranische Insel Kharg, dem Hauptumschlagplatz für iranisches Öl, verschärfen die Lage zusätzlich, auch wenn die dortige Infrastruktur bislang verschont blieb.

Als Reaktion auf diese massiven Risiken planen die Mitgliedsstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA) die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven. Allein 172 Millionen Barrel davon sollen aus den USA kommen. Experten rechnen damit, dass dieser Prozess mehr als vier Monate in Anspruch nehmen wird.

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Analysten heben den Daumen

Diese angespannte Versorgungslage veranlasst Analysten zu einer Neubewertung. Die Bank of America hob ihr Kursziel für BP kürzlich von 370 auf 400 britische Pence an und rät weiterhin zum Kauf. Auch Piper Sandler passte die Prognose von 44 auf 47 US-Dollar nach oben an. Die Experten rechnen für die Jahre 2026 und 2027 mit deutlich höheren Öl- und Gaspreisen.

An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus wider. Die BP-Papiere kletterten am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 6,21 Euro. Damit verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn ein starkes Plus von über 22 Prozent.

Interner Konflikt in Indiana

Neben dem makroökonomischen Rückenwind muss BP jedoch interne Hürden überwinden. In der Whiting-Raffinerie in Indiana schwelt ein Konflikt mit der Gewerkschaft. Nachdem die Belegschaft ein erstes Vertragsangebot fast einstimmig abgelehnt hatte, legte das Management nun einen überarbeiteten Entwurf für die rund 800 Mitarbeiter vor.

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Das neue Angebot umfasst folgende finanzielle Anpassungen:
– Streichung der Frist für Bonuszahlungen (zuvor 12. März)
– Reduzierung der geplanten Einmalzahlung von 7.500 auf 2.500 US-Dollar
– Gehaltserhöhungen greifen erst nach Ratifizierung, nicht rückwirkend zum 1. Februar

Die Angestellten arbeiten derzeit mit täglichen Vertragsverlängerungen, da das ursprüngliche Abkommen bereits Ende Januar auslief.

Der anhaltende Preisdruck an den Zapfsäulen zwingt mittlerweile auch die US-Notenbank zur Wachsamkeit, da die hohe Inflation geplante Zinssenkungen verzögern könnte. Für BP bedeutet das aktuelle Marktumfeld zunächst weiterhin hohe Einnahmen aus dem Kerngeschäft, solange der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau verharrt und der Arbeitskampf in Indiana nicht zu Produktionsausfällen führt.

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