BP hat seinen Kurs in Richtung fossiler Brennstoffe deutlich verschärft — und die Umweltdaten für 2025 zeigen, wie weit sich der Konzern von seinen früheren Klimazielen entfernt hat. Die am 16. März veröffentlichten Zahlen belegen einen markanten Anstieg der Emissionen, der direkt mit strategischen Investitionsentscheidungen zusammenhängt.
Emissionen auf dem höchsten Stand seit Jahren
Die sogenannten Downstream-Emissionen — also jene, die bei der Verbrennung von BPs Öl- und Gasprodukten entstehen — kletterten 2025 auf 471 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent. Im Vorjahr waren es noch 322 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Als BP 2019 seine Netto-null-Ziele formulierte, lagen diese Emissionen bei 360 Millionen Tonnen.
Auch die direkten Betriebsemissionen stiegen auf 33,7 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent — den höchsten Wert seit fünf Jahren. Einen Lichtblick gibt es beim Abfackeln von Gas: Mit 570 Kilotonnen erreichte BP hier den niedrigsten Stand seit 2021, nachdem es 2021 noch 967 Kilotonnen waren.
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Fossile Investitionen verdrängen Klimaprojekte
Der Emissionsanstieg ist kein Zufall, sondern das direkte Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung. Im Februar kürzte BP seine geplanten Ausgaben für Niedrigkohlenstoffprojekte um fünf Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig erhöhte der Konzern seine Investitionen in klassisches Öl- und Gasgeschäft um rund 20 Prozent. Im Dezember verkaufte BP sein Onshore-Windgeschäft in den USA und strich ein Vorzeige-Wasserstoffprojekt in Nordostengland.
Die Ölproduktion stieg leicht auf 1,07 Millionen Barrel pro Tag, während die Gasförderung von 6,91 auf 6,45 Milliarden Kubikfuß täglich zurückging.
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Gewinn trotz Milliardenbelastung im Gasgeschäft
Finanziell lieferte BP für das Gesamtjahr 2025 einen bereinigten Gewinn von 7,5 Milliarden US-Dollar. Das Gas- und Niedrigkohlenstoffsegment belastete das Ergebnis jedoch erheblich: Im vierten Quartal schrieb es 2,2 Milliarden Dollar Verlust vor Zinsen und Steuern, was den Jahresgewinn des Segments auf 1,33 Milliarden Dollar drückte — nach 3,05 Milliarden im Vorjahr.
Der Kontrast zu Shell ist dabei auffällig. Während BPs Downstream-Emissionen nach dem Aufgeben des absoluten Netto-null-Ziels 2024 stark gestiegen sind, meldete Shell einen kontinuierlichen Rückgang — von 1,55 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent im Jahr 2019 auf 1,07 Milliarden Tonnen zuletzt. Wie sich diese divergierenden Strategien auf die Bewertungen im Energiesektor auswirken, wird sich spätestens bei den nächsten Quartalsergebnissen zeigen. Die BP-Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,21 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent zugelegt.
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