BP PLC ADR Aktie: Aktienrückkauf gestoppt

Der britische Ölkonzern setzt Aktienrückkäufe aus und nutzt Liquidität zur Bilanzstärkung. Das vierte Quartal 2025 endete mit einem hohen Verlust nach massiven Abschreibungen.

BP PLC  ADR Aktie
Kurz & knapp:
  • Stopp der Aktienrückkaufprogramme
  • Quartalsverlust von 3,4 Milliarden Dollar
  • Massive Abschreibungen bei Erneuerbaren-Projekten
  • Verkaufsprogramm von elf Milliarden Dollar läuft

BP präsentierte am 10. Februar 2026 die Zahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 – und überraschte Anleger mit einem strategischen Kurswechsel. Die britische Ölgesellschaft setzt ihre Aktienrückkäufe aus und will stattdessen die gesamte verfügbare Liquidität zur Stärkung der Bilanz einsetzen. Eine Kehrtwende, die zeigt: Der Druck durch niedrige Ölpreise wiegt schwerer als gedacht.

Der operative Gewinn fiel im vierten Quartal auf 1,5 Milliarden Dollar – ein Rückgang gegenüber 2,2 Milliarden im Vorquartal. Die Brent-Ölpreise lagen im Schnitt nur noch bei 63,70 Dollar je Barrel, deutlich unter dem Jahresdurchschnitt von 69,10 Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 verzeichnete BP einen bereinigten Gewinn von 7,5 Milliarden Dollar. Doch die nach IFRS berechnete Bilanz zeigt ein drastischeres Bild: Im Schlussquartal musste BP einen Verlust von 3,4 Milliarden Dollar ausweisen – Resultat von Abschreibungen in Höhe von vier Milliarden Dollar.

Milliarden-Abschreibungen belasten

Die massiven Wertberichtigungen trafen vor allem die Transformation-Geschäfte. Biogas- und Erneuerbare-Energien-Projekte, die in den vergangenen Jahren aufgebaut wurden, erwiesen sich als weniger profitabel als erhofft. CFO Kate Thomson räumte unverblümt ein: „Wir erkennen an, dass jede Wertberichtigung eine frühere Kapitalinvestition widerspiegelt. Wir sind entschlossen, es für unsere Aktionäre bei der Kapitalallokation besser zu machen.“

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Die Nettoverschuldung sank gegenüber dem Vorjahr um 800 Millionen Dollar auf 22,2 Milliarden Dollar – liegt damit aber deutlich über der ursprünglichen Zielspanne von 14 bis 18 Milliarden Dollar. Das Unternehmen betont zwar, noch auf Kurs zu sein, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.

Veräußerungsprogramm in vollem Gang

Immerhin beim Verkaufsprogramm läuft es nach Plan: BP hat bereits Deals im Volumen von elf Milliarden Dollar abgeschlossen oder unterzeichnet – darunter die Castrol-Transaktion über sechs Milliarden Dollar. Für 2026 rechnet das Management mit weiteren Erlösen zwischen neun und zehn Milliarden Dollar, wobei der Großteil erst im zweiten Halbjahr zufließen wird.

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Die Produktionszahlen blieben mit einer Anlagenauslastung von 96,1 Prozent im Upstream-Bereich stabil. Für 2026 erwartet BP eine leicht sinkende Förderung bei geplanten Investitionen zwischen 13 und 13,5 Milliarden Dollar. Die Kapitalrendite verbesserte sich preisbereinigt von zwölf Prozent in 2024 auf 14 Prozent.

Der Aktienkurs reagierte verhalten: Im vorbörslichen Handel legte der Titel um 0,54 Prozent auf 39,22 Dollar zu. Analysten bleiben gespalten – während die Mehrheit noch zum Kauf rät, haben Evercore ISI und BofA Securities ihre Einschätzungen bereits auf „Hold“ beziehungsweise „Sell“ gesenkt. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 38,84 Dollar und damit knapp unter dem aktuellen Niveau.

Mit der Aussetzung der Rückkäufe und der erhöhten Verschuldung stellt sich BP defensiver auf. Ob dieser Schritt ausreicht, um bei anhaltend niedrigen Ölpreisen handlungsfähig zu bleiben, wird sich zeigen – zumal im April mit Meg O’Neill eine neue Konzernchefin das Ruder übernimmt.

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