Der Niedergang von Brilliance China beschleunigt sich. Am Dienstag fiel die Aktie um weitere 7,97 Prozent auf 0,23 Euro. Damit hat das Papier in nur sieben Tagen mehr als ein Fünftel seines Wertes verloren. Der Abwärtstrend ist ungebrochen.

Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 50 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 0,49 Euro aus dem Januar wirkt wie eine ferne Erinnerung. Stattdessen nähert sich der Kurs dem Jahrestief von 0,22 Euro, das erst vor wenigen Tagen markiert wurde. Der technische Ausblick bleibt düster.

Technische Signale zeigen Schwäche

Der Kurs liegt deutlich unter den gleitenden Durchschnitten. Der 50-Tage-Schnitt bei 0,30 Euro ist weit entfernt. Noch weiter der 100-Tage-Durchschnitt von 0,35 Euro. Solche Abstände sind selten und signalisieren anhaltenden Verkaufsdruck.

Der RSI steht bei 26,3 Punkten. Das gilt als überverkauft. In der Vergangenheit folgten auf solche Werte oft kurze Erholungen. Doch der Trend spricht eine andere Sprache. Die annualisierte Volatilität von 60 Prozent zeigt, wie heftig die Kurse schwanken.

Branchenkrise belastet zusätzlich

Der gesamte chinesische Automobilmarkt steckt in der Krise. Die Mai-Zahlen für Personenkraftwagen zeigen einen deutlichen Rückgang. Überkapazitäten und ein erbitterter Preiswettbewerb drücken auf die Margen. Die Binnennachfrage schwächelt, während Hersteller verstärkt nach Übersee exportieren.

Für Brilliance China kommt das zur Unzeit. Der Hersteller kämpft bereits mit sinkenden Verkaufszahlen und einer schwachen Marktposition. Die aktuellen Marktdaten machen Hoffnung auf Besserung zunichte.

Wann sich der Trend dreht, ist unklar. Der nächste wichtige Termin ist die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen im August. Bis dahin bleibt der Druck auf die Aktie hoch.