Burberry Aktie: Trendwende geschafft?

Der britische Luxuskonzern verzeichnet im dritten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von 3 Prozent. Mäntel und Schals sind die Haupttreiber, während die Regionen unterschiedlich abschneiden.

Burberry Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzwachstum von 3 Prozent im dritten Quartal
  • Outerwear und Schals als zweistellige Wachstumstreiber
  • Starkes Plus in China, Stagnation in Europa
  • Vorsichtiger Ausblick für das Gesamtjahr 2026

Die Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 lassen aufhorchen: Der britische Luxuskonzern legte beim vergleichbaren Umsatz um 3 Prozent zu. Die Aktie reagierte prompt und kletterte am 21. Januar 2026 um 2,63 Prozent auf 1.251 Pfund. Doch steckt dahinter mehr als nur ein kurzfristiger Erfolg?

Mäntel und Schals als Wachstumstreiber

Burberry konzentriert sich auf seine Stärken – und das zahlt sich aus. Outerwear und Schals verzeichneten zweistellige Zuwachsraten. Besonders erfolgreich: die personalisierten Schals aus den mittlerweile 190 „Scarf Bars“ in den Stores. Die Hälfte aller Schal-Käufe erfolgt inzwischen mit individueller Gestaltung. Ein Konzept, das funktioniert und für steigende Produktivität in den Filialen sorgt.

Der Einzelhandelsumsatz erreichte 665 Millionen Pfund, ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Währungseffekte lag das Wachstum bei 676 Millionen Pfund. Die sequenzielle Verbesserung ist deutlich: Nach minus einem Prozent im ersten Quartal und plus zwei Prozent im zweiten Quartal zeigt der Trend klar nach oben.

China überzeugt, Europa schwächelt

Regional zeigt sich ein gemischtes Bild. Greater China, das 30 Prozent des Gesamtumsatzes beisteuert, legte um 6 Prozent zu – eine klare Beschleunigung gegenüber den 3 Prozent aus dem Vorquartal. CEO Josh Schulman berichtete von besonders starker Nachfrage in Festland-China, angetrieben von lokalen Kunden der Generation Z. Kaschmirmäntel und Pullover mit dem ikonischen Equestrian Knight Design gingen weg wie warme Semmeln.

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Südkorea überraschte mit einem Sprung von 13 Prozent, unterstützt durch lokale Käufer und chinesische Touristen. Japan wuchs moderat um 2 Prozent, während der asiatisch-pazifische Raum insgesamt 5 Prozent zulegte.

Weniger erfreulich: Europa, der Nahe Osten und Afrika stagnierten bei null Prozent. Schuld daran ist der deutliche Rückgang des Touristenverkehrs. Die USA schafften noch 2 Prozent Wachstum, getragen von lokalem Konsum während der Festtage.

Strategie zeigt Wirkung

Das Unternehmen setzt auf ein klar gestaffeltes Preismodell – und die Rechnung geht auf. CFO Kate Ferry betonte, dass sowohl hochpreisige Artikel wie Kaschmircapes als auch günstigere Seidenschals stark nachgefragt werden. Die Conversion-Rate stieg trotz schwachem Kundenverkehr deutlich an. Wer in die Stores kommt, kauft also häufiger.

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Allerdings gibt es auch Schattenseiten: Einige Bestseller wie der Kensington-Kaschmir-Trenchcoat waren schnell ausverkauft. Das Unternehmen hatte die Nachfrage unterschätzt – eine Lehre für die kommenden Kollektionen.

Ausblick bleibt vorsichtig

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Burberry einen bereinigten Betriebsgewinn im Einklang mit den Konsensschätzungen der Analysten, die zwischen 97 und 167 Millionen Pfund liegen. Die Großhandelsumsätze dürften um einen mittleren einstelligen Prozentsatz sinken. Kosteneinsparungen von rund 80 Millionen Pfund jährlich sind geplant, wovon 24 Millionen bereits im vergangenen Geschäftsjahr realisiert wurden.

Währungseffekte belasten: Rund 50 Millionen Pfund beim Umsatz und 5 Millionen beim Betriebsergebnis werden als Gegenwind erwartet. Die Investitionsausgaben sollen bei etwa 120 Millionen Pfund liegen.

Das Lunar-Neujahr-Geschäft wird entscheidend. Die Feierlichkeiten finden in diesem Jahr zwei Wochen später statt als 2025 – das verschiebt wichtige Umsätze ins vierte Quartal. CFO Ferry äußerte sich zuversichtlich über die spezielle Kollektion und die begleitenden Marketingkampagnen, wollte aber keine Prognose zum laufenden Quartal abgeben.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.