Borussia Dortmund steht vor einem richtungsweisenden Abend in der Champions League – doch die Ausgangslage könnte kaum komplizierter sein. Im Play-Off-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo am heutigen Dienstagabend (21.00 Uhr) muss Trainer Niko Kovac auf gleich vier Innenverteidiger verzichten. Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Emre Can und Filippo Mane fallen verletzungsbedingt aus. Ausgerechnet vor dem Duell mit dem italienischen Spitzenteam ist die Defensive des Tabellenzweiten der Bundesliga damit dramatisch geschwächt.

Berenberg sieht Potenzial trotz Kostendruck

Während sportlich die Personalprobleme dominieren, blicken Analysten differenzierter auf die BVB-Aktie. Die Privatbank Berenberg bestätigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 5 Euro. Analyst Trion Reid räumte zwar ein, dass die Kosteninflation im zweiten Geschäftsquartal das Umsatzwachstum überlagert habe. Dennoch lobte er das kluge Management und verwies auf die attraktive Bewertung der Aktie.

Der Fokus für das zweite Geschäftshalbjahr liegt klar auf dem Abschneiden in der Königsklasse. Jedes Weiterkommen bedeutet zusätzliche Millionen-Einnahmen – und genau hier wird es heute Abend ernst. Das Rückspiel in Bergamo steigt am kommenden Mittwoch.

Heimvorteil als Trumpfkarte

Vor heimischer Kulisse will sich der BVB eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschaffen. Die Mannschaft strebt einen Sieg an, um mit einem Polster nach Italien zu reisen. Doch die Personalsituation in der Abwehr zwingt Kovac zum Improvisieren. Wie der Coach die Lücken in der Defensive schließen will, bleibt abzuwarten – kreative Lösungen sind gefragt.

Für Anleger bleibt die Champions-League-Performance ein entscheidender Faktor. Die sportliche Entwicklung im europäischen Wettbewerb schlägt sich direkt in den Finanzzahlen nieder. Ein frühes Ausscheiden würde nicht nur sportlich enttäuschen, sondern auch die Ertragslage belasten. Der heutige Abend könnte damit wegweisend für beide Seiten sein – für die sportliche wie für die finanzielle Perspektive des Vereins.