BVB Aktie: Zeichen der Zeitenwende?

Borussia Dortmund verzeichnet deutliche Umsatz- und Gewinneinbußen im dritten Quartal. Fehlende Champions-League-Prämien sind Hauptgrund für den Rückgang.

BVB Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzrückgang um 16,1 Prozent
  • Operatives Ergebnis mehr als halbiert
  • Personalaufwand durch Bonuskürzungen gesenkt
  • Bundesliga-Tabellenplatz sichert CL-Teilnahme

Das frühe Champions-League-Aus gegen Atalanta hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz. Im dritten Quartal der Saison 2025/26 brach der Konzernumsatz um 16,1 Prozent auf 124,9 Millionen Euro ein — ein Rückgang, der sich fast vollständig auf die fehlenden UEFA-Prämien zurückführen lässt.

Besonders der TV-Marketing-Bereich spürt den Ausfall: Die Erlöse sanken dort um 27,3 Prozent auf 46,8 Millionen Euro. Auch Merchandising (-15,3 Prozent auf 8,3 Millionen Euro) und das Conference- und Catering-Geschäft (-20,4 Prozent auf 10,9 Millionen Euro) gaben nach. Einzig das Werbegeschäft zeigte sich mit einem Minus von 3,4 Prozent auf 39,2 Millionen Euro vergleichsweise robust.

Ergebniseinbruch mit Ausrufezeichen

Das operative Ergebnis (EBITDA) fiel im Quartal von 29,6 auf 12,4 Millionen Euro — ein Rückgang von mehr als der Hälfte. Erschwerend kam hinzu, dass das Transfergeschäft mit lediglich 0,2 Millionen Euro nahezu komplett ausfiel, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 12,6 Millionen Euro geflossen waren. Unter dem Strich steht für das dritte Quartal ein Konzernergebnis von minus 12,8 Millionen Euro, verglichen mit einem Plus von 5,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

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Einen Lichtblick liefert die Kostenseite: Der Personalaufwand sank deutlich von 81 auf 68,3 Millionen Euro, da variable Bonuszahlungen wegfielen. Betrachtet man die ersten neun Monate kumuliert, zeigt sich ein konsistenteres Bild — das EBITDA stieg im Neunmonatszeitraum um 6,6 Prozent auf 94,1 Millionen Euro, gestützt durch Transfererlöse von 55,1 Millionen Euro. Die Jahresguidance für das Konzernergebnis von minus 22 bis minus 12 Millionen Euro bleibt damit unangetastet.

Sportlicher Rückhalt für die Zukunft

Auf dem Platz läuft es unterdessen besser als die Zahlen vermuten lassen. Der zweite Tabellenplatz in der Bundesliga ist gesichert, die Champions-League-Teilnahme für die Saison 2026/27 damit ebenfalls. Das ist aus Anlegerperspektive weit mehr als sportlicher Erfolg: UCL-Einnahmen stehen erfahrungsgemäß für rund 78 Millionen Euro allein im TV-Marketing — grob fünfmal so viel wie eine Teilnahme an der Europa League einbringen würde.

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Zugleich stehen der Kader und die Lohnstruktur vor einem Umbruch. Mit den angekündigten Abgängen von Brandt, Süle und Özcan sinkt die Gehaltslast spürbar, was Spielraum für gezielte Investitionen in jüngere Talente schafft. Ein Analyst sieht den Klub gut aufgestellt für das Sommer-Transferfenster und bestätigte eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 5,00 Euro — deutlich über dem aktuellen Kursniveau von rund 3,07 Euro, auf das die Aktie zuletzt abgerutscht ist.

Die vollständigen Quartalszahlen folgen am 15. Mai.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.