Das frühe Champions-League-Aus gegen Atalanta hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz. Im dritten Quartal der Saison 2025/26 brach der Konzernumsatz um 16,1 Prozent auf 124,9 Millionen Euro ein — ein Rückgang, der sich fast vollständig auf die fehlenden UEFA-Prämien zurückführen lässt.
Besonders der TV-Marketing-Bereich spürt den Ausfall: Die Erlöse sanken dort um 27,3 Prozent auf 46,8 Millionen Euro. Auch Merchandising (-15,3 Prozent auf 8,3 Millionen Euro) und das Conference- und Catering-Geschäft (-20,4 Prozent auf 10,9 Millionen Euro) gaben nach. Einzig das Werbegeschäft zeigte sich mit einem Minus von 3,4 Prozent auf 39,2 Millionen Euro vergleichsweise robust.
Ergebniseinbruch mit Ausrufezeichen
Das operative Ergebnis (EBITDA) fiel im Quartal von 29,6 auf 12,4 Millionen Euro — ein Rückgang von mehr als der Hälfte. Erschwerend kam hinzu, dass das Transfergeschäft mit lediglich 0,2 Millionen Euro nahezu komplett ausfiel, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 12,6 Millionen Euro geflossen waren. Unter dem Strich steht für das dritte Quartal ein Konzernergebnis von minus 12,8 Millionen Euro, verglichen mit einem Plus von 5,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
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Einen Lichtblick liefert die Kostenseite: Der Personalaufwand sank deutlich von 81 auf 68,3 Millionen Euro, da variable Bonuszahlungen wegfielen. Betrachtet man die ersten neun Monate kumuliert, zeigt sich ein konsistenteres Bild — das EBITDA stieg im Neunmonatszeitraum um 6,6 Prozent auf 94,1 Millionen Euro, gestützt durch Transfererlöse von 55,1 Millionen Euro. Die Jahresguidance für das Konzernergebnis von minus 22 bis minus 12 Millionen Euro bleibt damit unangetastet.
Sportlicher Rückhalt für die Zukunft
Auf dem Platz läuft es unterdessen besser als die Zahlen vermuten lassen. Der zweite Tabellenplatz in der Bundesliga ist gesichert, die Champions-League-Teilnahme für die Saison 2026/27 damit ebenfalls. Das ist aus Anlegerperspektive weit mehr als sportlicher Erfolg: UCL-Einnahmen stehen erfahrungsgemäß für rund 78 Millionen Euro allein im TV-Marketing — grob fünfmal so viel wie eine Teilnahme an der Europa League einbringen würde.
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Zugleich stehen der Kader und die Lohnstruktur vor einem Umbruch. Mit den angekündigten Abgängen von Brandt, Süle und Özcan sinkt die Gehaltslast spürbar, was Spielraum für gezielte Investitionen in jüngere Talente schafft. Ein Analyst sieht den Klub gut aufgestellt für das Sommer-Transferfenster und bestätigte eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 5,00 Euro — deutlich über dem aktuellen Kursniveau von rund 3,07 Euro, auf das die Aktie zuletzt abgerutscht ist.
Die vollständigen Quartalszahlen folgen am 15. Mai.
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