Während BYD auf der Automesse in Peking einen 1.000-PS-Sportwagen präsentiert, wartet die Finanzwelt auf härtere Zahlen. Am 28. April trifft sich der Vorstand in Shenzhen, um die Q1-Ergebnisse zu prüfen. Das wird der eigentliche Stresstest.
Fang Cheng Bao wechselt die Spur
Die BYD-Tochter Fang Cheng Bao kennt man bislang als Hersteller von Geländewagen der Oberklasse. In Peking zeigte die Marke eine völlig andere Seite. Neben dem Sportwagen Formula X debütierten drei flache Elektro-Limousinen unter dem Namen Formula S.
Alle drei Modelle teilen dieselbe Plattform: 800-Volt-Architektur, Dreimotor-Allradantrieb, bis zu 1.000 PS. Die Karosserievarianten reichen vom klassischen Stufenheck über ein GT-Shooting-Brake bis zur größeren Variante SL — alle über fünf Meter lang. BYD plant den Marktstart in China für das dritte Quartal 2026.
Der Formula X ist das Aushängeschild. BYD gibt an, das Serienfahrzeug sei zu 80 Prozent identisch mit dem Showcar. Der Verkaufsstart ist für 2027 geplant.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Auslandsgeschäft trägt den Konzern
Fang Cheng Bao wächst schnell. Im März verkaufte die Marke knapp 26.000 Fahrzeuge — ein Plus von 222 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gesamten ersten Quartal waren es rund 64.500 Einheiten, ein Zuwachs von fast 236 Prozent.
Der Konzern insgesamt verkaufte im ersten Quartal gut 700.000 Fahrzeuge. Davon entfielen fast 320.000 auf Exporte. Das ist kein Zufall: Im Heimatmarkt China sanken die Verkäufe sieben Monate in Folge. Preiskampf und lokale Konkurrenz setzen BYD unter Druck.
Im Ausland läuft es besser. Die Europaverkäufe stiegen 2025 um 270 Prozent. Im ersten Quartal 2026 legten sie nochmals um 156 Prozent zu. BYD hat sich gegenüber Analysten „hochgradig zuversichtlich“ gezeigt, 2026 mindestens 1,5 Millionen Fahrzeuge außerhalb Chinas zu verkaufen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Margen unter Beobachtung
Das Bild trübt sich, sobald man auf die Gewinne schaut. Für 2025 meldete BYD einen Rückgang des Jahresüberschusses um 19 Prozent — der erste Rückgang seit 2021. Der Umsatz kletterte zwar auf einen Rekordwert von 804 Milliarden CNY und übertraf damit Tesla. Profitabler wurde das Geschäft dadurch nicht.
Die H-Aktie (HK: 1211) notiert aktuell bei 109,10 HKD und liegt damit rund 25 Prozent unter ihrem Hoch vom vergangenen Mai. Analysten bleiben überwiegend positiv gestimmt: Die Kursziele reichen von 105 bis 174 HKD. Nomura und Daiwa haben ihre Ziele allerdings gesenkt und verweisen auf schwache Inlandsnachfrage.
Der gemeinsame Nenner der Bullen-These: Auslandsexpansion und der neue Produktzyklus rund um die Blade Battery 2.0. Ob diese Wette aufgeht, zeigt sich erstmals am 28. April — wenn BYD die Q1-Zahlen veröffentlicht und Anleger sehen, ob die internationalen Erfolge auch die Margen stützen.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 25. April liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

