Im Heimatmarkt tobt ein brutaler Preiskampf, im Ausland brechen die Verkaufszahlen alle Rekorde. Bei BYD klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Ein millionenschwerer Blocktrade an der Hongkonger Börse zeigt nun: Institutionelle Investoren positionieren sich neu.

Der harte Kampf um China

Der chinesische Markt für Elektroautos kühlt ab. Parallel dazu unterbieten sich die Hersteller gnadenlos bei den Preisen. BYD spürt diesen Druck massiv. Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn im Jahresvergleich um 55 Prozent ein.

Der Umsatz erreichte indes 150,2 Milliarden Renminbi. Damit übertraf der Konzern zwar die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie verfehlte die Schätzungen jedoch. Trotz der Flaute hielt BYD im März einen Marktanteil von knapp 20 Prozent in China.

Rekorde im Ausland

Die Antwort des Managements liegt jenseits der eigenen Landesgrenzen. Der Export von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben schoss im April um 70 Prozent nach oben. Mit über 135.000 verschifften Einheiten markierte der Autobauer einen neuen Rekord.

In den ersten vier Monaten des Jahres verkaufte BYD fast eine halbe Million Autos im Ausland. Das Ziel: Im laufenden Jahr soll das internationale Geschäft mehr als ein Viertel des Gesamtabsatzes ausmachen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei rund 23 Prozent.

Blocktrade und Ausblick

Diese internationale Expansion weckt das Interesse von Großinvestoren. Am 23. Mai wechselte ein Aktienpaket im Wert von 8,55 Millionen Hongkong-Dollar außerbörslich den Besitzer. Die H-Aktie notiert aktuell bei 91,60 Hongkong-Dollar. Damit hat sich der Kurs leicht vom Jahrestief gelöst.

Aktionäre blicken nun auf den Juni. Am 11. Juni wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Frische Zahlen zur Geschäftsentwicklung liefert der Konzern dann am 28. August.