135.098 Fahrzeuge im April. Mehr als je zuvor in einem Monat. BYDs Auslandsgeschäft läuft auf Hochtouren— und die Börse in Hongkong quittierte das am Donnerstag mit einem Kursanstieg von knapp fünf Prozent.
Marktführer in drei Ländern gleichzeitig
Die Exportzahlen sprechen für sich. Im April übertrafen die Auslieferungen den bisherigen Rekord aus dem März um rund 15.000 Einheiten. Von Januar bis April verkaufte BYD insgesamt knapp 456.000 Fahrzeuge im Ausland— ein Plus von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das ambitionierte Jahresziel von 1,5 Millionen Einheiten rückt damit in greifbare Nähe.
Hinter den Zahlen stecken konkrete Marktverschiebungen. In Großbritannien ist BYD inzwischen die meistverkaufte Elektroautomarke— vor Tesla, BMW und Volkswagen. Zwischen Januar und April 2026 verkaufte das Unternehmen dort knapp 12.800 reine Elektrofahrzeuge und hält über sieben Prozent Marktanteil im reinen E-Segment. Rechnet man Plug-in-Hybride hinzu, kommt BYD auf 26.396 Einheiten und einen Gesamtmarktanteil von 9,5 Prozent— ohne staatliche Kaufprämie.
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In Brasilien gelang im April ein weiterer Meilenstein: BYD verdrängte Volkswagen vom ersten Platz der meistverkauften Automarken insgesamt— als erste chinesische Marke überhaupt. Der Vorsprung war knapp, rund 80 Fahrzeuge, aber symbolisch bedeutsam. In Australien führte das Modell Sealion 7 die EV-Verkaufscharts an.
Gewinneinbruch trübt das Bild
Der Glanz der Exporterfolge hat eine Kehrseite. Im heimischen Markt kämpft BYD mit dem achten Rückgang in Folge— die Inlandsverkäufe brachen im April um mehr als 15 Prozent ein. Der Preiskampf in China und das Auslaufen von Fördermaßnahmen drücken die Margen spürbar. Im ersten Quartal 2026 sackte der Nettogewinn um mehr als 55 Prozent auf umgerechnet rund 600 Millionen Dollar.
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Dieser Kontrast— boomende Auslandsmärkte, schwächelndes Kerngeschäft— prägt zunehmend die Analysteneinschätzungen.
Analysten uneins über Bewertung
Goldman Sachs sieht das erste Quartal als Tiefpunkt und hält an einem Kursziel von 134 Hongkong-Dollar fest, gestützt auf eine Erholung durch neue Flash-Charging-Modelle in der zweiten Jahreshälfte. Citigroup ist noch optimistischer: Kursziel 142 Hongkong-Dollar, ebenfalls mit Kaufempfehlung, und erwartet für das zweite Quartal einen Kerngewinn von bis zu 11,3 Milliarden Renminbi— sofern Auslandsvolumen und Inlandspreise stabil bleiben. BNP Paribas sieht das deutlich nüchterner und hält mit einem Kursziel von 87 Hongkong-Dollar und einer Underperform-Einstufung dagegen.
Technologisch setzt BYD auf seine Flash-Charging-Technologie, die eine Ladung von zehn auf 97 Prozent in neun Minuten ermöglichen soll. Das neue Werk in Ungarn läuft bereits im Probebetrieb, das milliardenschwere Werk in der Türkei soll noch in diesem Jahr eröffnen. Wie schnell diese Expansion die Margenschwäche im Inland kompensieren kann, entscheidet, ob der Kursanstieg vom Donnerstag mehr als eine Momentaufnahme ist.
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