Am Freitag verzeichnete die Aktie von BYD ein Minus von 2,4 Prozent und ging bei 8,39 Euro aus dem Handel. Der Rückgang vollzog sich vor dem Hintergrund einer allgemein trüben Stimmung an den asiatischen Handelsplätzen.
Schwacher Handelstag in Hongkong
Laut Reuters gerieten die Aktien in Hongkong am Freitag spürbar unter Druck. Steigende Renditen von US-Staatsanleihen und Enttäuschungen über chinesische Konjunkturmaßnahmen belasteten dort das Handelsgeschehen.
Zusätzlich sorgten höhere Ölpreise und eine knappere Liquidität für Zurückhaltung bei den Investoren. Einen direkten Auslöser für das Minus bei BYD benannten Marktberichte zwar nicht, doch das schwierige Umfeld drückte branchenweit auf die Kurse.
Vorsichtigere Töne von JPMorgan
Bereits am 29. September hatte JPMorgan die Einstufung für die Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ herabgesetzt. Das Kursziel senkte die US-Bank von 124 auf 88 Hongkong-Dollar.
Die Analysten begründeten ihren Schritt mit der schwächelnden Binnennachfrage auf dem chinesischen Automobilmarkt und steigenden Kosten für Vorprodukte. Darüber hinaus verwiesen sie auf politische Unsicherheiten sowie Handelsbarrieren in wichtigen Auslandsmärkten.
Diese Einschätzung spiegelt die strukturellen Herausforderungen wider, vor denen die chinesischen Hersteller derzeit stehen. Der intensive Preiskampf im Heimatmarkt engt die Spielräume ein, weshalb der Ausbau des internationalen Vertriebsnetzes an Bedeutung gewinnt.
Exportzuwächse federn Inlandsnachfrage ab
Im September verkaufte BYD insgesamt 463.561 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Das entspricht einem Zuwachs von 16,98 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Als wesentlicher Treiber erwiesen sich die Ausfuhren von Pkw und Pickups, die auf 179.877 Einheiten kletterten.
Reuters berichtete in diesem Zusammenhang, dass die weltweiten Verkäufe im September den fünften Monat in Folge zulegen konnten. Das kräftige Auslandsgeschäft glich die anhaltend schwache Nachfrage in der Volksrepublik weitgehend aus. Allerdings könnten handelspolitische Barrieren diesen Wachstumskanal künftig belasten.
Trotz des Zuwachses im Einzelmonat lag der Gesamtabsatz von Januar bis September bei 3.131.576 Einheiten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 3,94 Prozent.
Für die Marktteilnehmer bleibt entscheidend, wie effizient das Unternehmen die Absatzflaute in China durch neue Auslandsmärkte kompensieren kann. Das Zusammenspiel aus makroökonomischem Gegenwind und geopolitischen Risiken dürfte das Marktumfeld für den Konzern vorerst anspruchsvoll halten.
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