BYD hält in Chinas Batteriemarkt die Nummer-zwei-Position. Die Mai-Daten der chinesischen Automotive Battery Innovation Alliance bestätigen das. Für den Aktienkurs reicht das bislang nicht.

Chinas Batteriemarkt wächst rasant

Im Mai 2026 erreichten die Installationen von Antriebsbatterien in China 71,9 GWh — ein Plus von 25,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. CATL führt die Rangliste mit 33,08 GWh und einem Marktanteil von 46,14 Prozent an. BYD folgt auf Platz zwei mit 11,87 GWh und 16,56 Prozent.

Hinzu kommen starke Gesamtmarktdaten. Die kombinierte Produktion von Antriebs- und Speicherbatterien kletterte im Mai auf 191,7 GWh — ein Jahresplus von 55,2 Prozent. Der Absatz erreichte 182,2 GWh, ebenfalls deutlich über Vorjahr.

Fahrzeugverkäufe mit gemischtem Bild

Chinas Neuwagenmarkt liefert Rückenwind. Im Mai verkauften sich Elektro- und Hybridfahrzeuge 1,496 Millionen Mal — das entspricht einem Anteil von 56,9 Prozent am gesamten Neuwagenmarkt. Die Exporte verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahr auf 446.000 Einheiten.

BYDs eigene Zahlen zeigen eine andere Seite. Im Mai verkaufte der Konzern 383.453 Elektrofahrzeuge — kaum mehr als die 382.476 Einheiten aus dem Vorjahresmonat. Kumuliert von Januar bis Mai stehen 1,405 Millionen Einheiten in den Büchern, rund 20 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Die Exportzahlen bleiben stark: 160.644 Einheiten allein im Mai.

Das Bild ist also gespalten. Starke Batteriepräsenz, solide Exporte — aber der Rückstand beim Jahresabsatz bleibt spürbar.

Dividende und Kursdruck fallen zusammen

Am 11. Juni ging die BYD H-Aktie ex-Dividende. Der Konzern zahlt eine Schlussdividende von 0,358 Renminbi je Aktie für das Geschäftsjahr 2025, zahlbar am 31. Juli.

Der Ex-Dividende-Tag fiel in eine schwache Kursphase. Die Aktie notiert aktuell bei 9,51 Euro — knapp 2,8 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom Vortag. Über 30 Tage verlor der Kurs rund 14 Prozent, über zwölf Monate fast 37 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 10,85 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 10,99 Euro. Beide Marken notieren deutlich über dem aktuellen Kurs.

Der RSI von 33,7 signalisiert eine überverkaufte Lage — ein technisches Warnsignal, aber noch kein Trendwechsel.

Operatives Fundament reicht dem Markt nicht

BYD bleibt in Chinas Batteriemarkt ein Schwergewicht. Der Abstand zu den kleineren Wettbewerbern hinter CATL ist erheblich. Auch die Exportdynamik zeigt, dass der Konzern international weiter zulegt.

Der Aktienmarkt bewertet das bislang anders. Solange das Jahresabsatzminus beim Fahrzeuggeschäft nicht aufgeholt wird, dürften die Batteriedaten allein keine Trendwende erzwingen. Entscheidend wird sein, ob BYD in den kommenden Monatsberichten wieder auf den Wachstumspfad zurückfindet.