BYD hat eine lange Durststrecke beendet. Im Mai 2026 wuchsen die globalen Verkäufe erstmals seit acht Monaten wieder — wenn auch nur um 0,3 Prozent auf knapp 383.500 Fahrzeuge. Hinter dieser Zahl verbirgt sich ein scharfer Gegensatz.
Heimmarkt schwächelt, Ausland boomt
In China brachen die Verkäufe um 24,1 Prozent auf rund 222.800 Einheiten ein. Es war bereits der 13. Rückgang in Folge. Konkurrenten wie Leapmotor gewinnen Marktanteile — der Startup lieferte im Mai einen eigenen Rekord von über 81.500 Fahrzeugen aus.
International läuft es deutlich besser. Die Auslandsverkäufe sprangen um 80,4 Prozent auf rund 160.600 Einheiten. Damit stammen fast 42 Prozent aller BYD-Verkäufe aus dem Ausland. Europa und Schwellenmärkte fragten verstärkt nach, auch weil Preisschwankungen beim Öl das Interesse an Elektroautos befeuerten.
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Neue Chips, neue Modelle
BYD schiebt technologisch nach. Der neue Chip „Xuanji A3″ basiert auf einem 4-Nanometer-Prozess und liefert über 2.100 TOPS Rechenleistung. Er soll das „God’s Eye“-Fahrerassistenzsystem für Level-3- und Level-4-Autonomie rüsten und in Serie gehen.
Parallel dazu stellte BYD das SUV „Datang“ vor. Das E-Segment-Fahrzeug trägt Blade-Batterien der zweiten Generation und eine Schnellladetechnologie, die in fünf Minuten 200 Kilometer Reichweite nachlädt.
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Bei den Submarken zeigt sich ein gemischtes Bild. Fang Cheng Bao legte um fast 140 Prozent auf rund 30.200 Einheiten zu. Die Luxusmarke Yangwang lieferte 286 Fahrzeuge aus — ein Plus von über 100 Prozent, allerdings auf niedrigem Niveau. Die Volumenmarken Dynasty und Ocean kamen zusammen auf rund 330.200 Einheiten.
Aktie und Dividende
Der Markt reagierte positiv. Am 2. Juni 2026 stieg die BYD-Aktie in Hongkong um 4,19 Prozent auf 97,10 HKD. Analysten sehen den fairen Wert zwischen 120 und 125 HKD.
Am 11. Juni 2026 ist der Ex-Dividendentag. BYD zahlt 0,358 RMB je Aktie. Das kumulierte Absatzvolumen von Januar bis Mai liegt mit 1,41 Millionen Einheiten noch rund 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Mai-Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass die Trendwende für die zweite Jahreshälfte realistisch ist.
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