BYD steht vor einer entscheidenden Woche. Am Dienstag findet die Hauptversammlung statt, am Donnerstag folgt der Ex-Dividenden-Tag — und das alles, während die Aktie trotz Rekordverkäufen im Ausland kaum vom Fleck kommt.
Dividende und HV: Was Aktionäre jetzt wissen müssen
Auf der Hauptversammlung stimmen Aktionäre über eine Schlussdividende von 0,358 Renminbi je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 ab. Das entspricht einem Gesamtvolumen von rund 3,3 Milliarden Renminbi. Wer die Dividende erhalten will, muss die Aktie vor dem 11. Juni halten — das gilt ausdrücklich für H-Share-Investoren. Ausgezahlt wird bis Ende Juli.
Weitere Tagesordnungspunkte: Ein Garantierahmen von bis zu 150 Milliarden Renminbi für Tochtergesellschaften sowie die Bestellung von Ernst & Young Hua Ming als Abschlussprüfer für 2026.
Auslandsgeschäft bricht Rekorde — Inland bricht ein
Im Mai verkaufte BYD weltweit 383.453 Elektrofahrzeuge. Das entspricht einem Anstieg von knapp 20 Prozent gegenüber April. Der eigentliche Treiber: das Auslandsgeschäft. Dort lieferte BYD 160.644 Fahrzeuge aus — ein Plus von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und ein neuer Monatsrekord. Internationale Märkte machten damit rund 42 Prozent der Gesamtverkäufe aus.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
In den ersten fünf Monaten des Jahres verkaufte BYD außerhalb Chinas 616.907 Fahrzeuge — 65 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Jahresziel von 1,5 Millionen Einheiten im Ausland liegt damit klar in Reichweite.
Zuhause sieht es anders aus. Die Inlandsverkäufe sanken im Mai um 24 Prozent. Es war der 13. Monat in Folge mit rückläufigen China-Verkäufen. Ursachen: der Wegfall staatlicher Subventionen, schwächelnde Verbrauchernachfrage und ein zunehmend überfüllter Markt mit aggressivem Preiswettbewerb.
Gewinneinbruch belastet die Stimmung
Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 sind ernüchternd. Der Nettogewinn fiel um 55 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan. Der Umsatz sank um knapp 12 Prozent auf 150,23 Milliarden Yuan. Es war das schwächste Quartalsergebnis seit mehr als drei Jahren.
Goldman Sachs sieht in Q1 2026 den wahrscheinlichen Tiefpunkt beim Gewinn. Eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte hängt davon ab, ob das Auslandsgeschäft seinen Schwung beibehält.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
God’s Eye: BYD übernimmt Haftung für Autopilot
Kurz vor der HV setzte BYD ein technologisches Signal. Das Unternehmen übernimmt künftig die volle finanzielle Haftung bei Unfällen, die durch sein Fahrassistenzsystem „God’s Eye“ verursacht werden. Die Zusage gilt für die Versionen A und B — jeweils ein Jahr ab Fahrzeugauslieferung. Aktuell sind bereits 3,15 Millionen BYD-Fahrzeuge mit Assistenzsystemen ausgestattet.
Version C soll ab September 2026 auf die neue 4.0-Architektur umgestellt werden. Das System kommt dann ohne HD-Karten aus.
Kurs nahe am Jahrestief
An der Börse spiegeln sich die Rekordexporte bisher nicht wider. Die H-Aktie notiert bei 9,84 Euro — knapp 3,5 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 9,51 Euro. Gegenüber dem Jahreshoch von 44,99 Euro, das der Kurs im Juni 2025 markierte, hat die Aktie mehr als 78 Prozent verloren. Der RSI liegt bei 38 — technisch im überverkauften Bereich, aber ohne klares Erholungssignal.
Der Ex-Dividenden-Tag am 11. Juni zwingt Aktionäre zu einer konkreten Entscheidung: einsteigen, halten oder abwarten.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 8. Juni liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


