Der chinesische Automobilhersteller BYD hat seine offiziellen Absatzzahlen für den September und die ersten neun Monate des laufenden Jahres vorgelegt. Trotz eines lebhaften Monatsausklangs verzeichnet der Konzern im bisherigen Jahresverlauf einen leichten Absatzrückgang. Zugleich bereitet das Unternehmen neue Modellstarts für das Schlussquartal vor.
Auslieferungen im bisherigen Jahresverlauf rückläufig
Im September lieferte BYD insgesamt 463.561 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aus. Bei den Exporten erreichte der Hersteller im vergangenen Monat ein Volumen von 180.700 Einheiten. Das Unternehmen wies darauf hin, dass es sich bei diesen Produktions- und Verkaufsangaben um noch ungeprüfte Zahlen handelt, die nachträglich angepasst werden können.
Über den gesamten Zeitraum von Januar bis September 2026 summieren sich die Auslieferungen auf 3.131.576 Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 3,94 Prozent.
Die Exportmärkte gewinnen vor diesem Hintergrund für BYD weiter an Bedeutung, um die schwächere Nachfrage auf dem Heimatmarkt auszugleichen. Dennoch bleibt der weltweite Ausbau herausfordernd: Executive Vice President Stella Li bezeichnete Geopolitik als die größte Hürde für die internationale Expansion und verwies dabei auf mangelnde Planungsstabilität.
Neuer SUV für das vierte Quartal angekündigt
Um dem Absatz im Heimatmarkt neue Impulse zu verleihen, treibt BYD den Generationswechsel seiner Modellpalette voran. Lu Tian, Vertriebschef der Dynasty-Baureihe bei BYD, veröffentlichte Aufnahmen des Innenraums der dritten Generation des SUV-Modells Tang.
Medienberichten zufolge soll das Fahrzeug mit der zweiten Generation der hauseigenen Blade-Batterie sowie einer Schnellladetechnologie ausgestattet werden. Der Marktstart des überarbeiteten Modells ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.
Gegenwind im Heimatmarkt belastet
Die verhaltene Entwicklung der Inlandsnachfrage schlägt sich auch in den Einschätzungen von Branchenbeobachtern nieder. Vor gut einer Woche stufte JPMorgan die BYD-Aktie von Overweight auf Neutral herab und reduzierte das Kursziel von 124 auf 88 Hongkong-Dollar. Das Analysehaus begründete diesen Schritt mit der erwarteten Schwäche des chinesischen Automobilsektors, höheren Beschaffungskosten sowie tarifären und nichttarifären Hürden im Ausland.
An der Börse spiegeln sich diese Belastungsfaktoren wider. Das Papier notiert aktuell bei 8,30 Euro, was einem Tagesverlust von 1,3 Prozent entspricht. Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Rückgang von 22 Prozent.
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