BYD übertraf Tesla 2025 erstmals im globalen Absatz reiner Elektrofahrzeuge – und steht dennoch vor einer wachsenden Herausforderung: Der Heimatmarkt schwächelt, während das Auslandsgeschäft boomt. Am 26. März veröffentlicht der Konzern seinen vollständigen Jahresbericht 2025, der Aufschluss über Margenentwicklung und die Rentabilität der laufenden Investitionsoffensive geben soll.
Heimatmarkt unter Druck, Exportgeschäft auf Rekordkurs
Im Februar brach der Gesamtabsatz um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. BYD verkaufte 190.190 Fahrzeuge – ein Rückgang, der zum Teil auf das ungewöhnlich lange Mondneujahresfest zurückzuführen ist. Doch es gibt auch strukturelle Belastungen: Seit Jahresbeginn gilt eine neue Kaufsteuer von fünf Prozent auf Elektrofahrzeuge, während frühere Subventionsprogramme ausgelaufen sind. Wettbewerber wie Geely und Leapmotor gewinnen im mittleren Preissegment zunehmend Marktanteile. Leon Cheng vom Beratungsunternehmen YCP sieht BYDs Marktführerschaft zwar als stabil, aber unter Druck: Eine vollständige Trendwende sei kurzfristig unwahrscheinlich, Marktanteilsverluste im Inland jedoch die wahrscheinliche Richtung.
Gleichzeitig übertrafen die Auslandslieferungen im Februar erstmals die Inlandsverkäufe. Die Exporte stiegen um rund 50 Prozent auf über 100.600 Einheiten. In Thailand erreichte BYD im Januar einen Marktanteil von 14,2 Prozent und sicherte sich damit Platz zwei im Gesamtmarkt. In Brasilien erhöhte das Unternehmen sein Jahresziel um 33,7 Prozent auf 250.000 Fahrzeuge und peilt einen Marktanteil von zehn Prozent an. In Europa überholte BYD Tesla im Januar bei den Neuzulassungen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Technologie, Europa und Formel 1
Auf einer Technologieveranstaltung in Shenzhen präsentierte BYD zwei wesentliche Neuerungen. Die „Blade Battery 2.0″ bietet fünf Prozent mehr Energiedichte als das Vorgängermodell. Das neue Ladesystem „Megawatt Flash Charging 2.0″ soll mit bis zu 1.500 kW Spitzenleistung rund 400 bis 500 Kilometer Reichweite in etwa fünf Minuten nachladen – bei Installationskosten, die laut BYD rund 60 Prozent unter herkömmlichen Schnellladelösungen liegen. Bis Ende 2026 plant das Unternehmen den Aufbau von 20.000 Schnellladestationen in China; mehr als 4.200 sind bereits in Betrieb.
In Europa nimmt das Ungarien-Werk die Serienproduktion im zweiten Quartal auf. In Deutschland soll das Händlernetz auf über 350 Standorte wachsen, mit dem Ziel, mehr als 50.000 Fahrzeuge jährlich zu verkaufen und SAIC’s MG als führende chinesische Marke in Europa abzulösen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Darüber hinaus prüft BYD laut Bloomberg einen Einstieg in die Formel 1 – bevorzugt durch die Übernahme eines bestehenden Teams. Die neuen F1-Antriebsregeln für 2026, die den elektrischen Anteil auf rund 50 Prozent der Gesamtleistung anheben, machen ein Engagement technisch relevanter für BYDs Kernkompetenz in Batterie- und Motorentechnologie. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat sich öffentlich für einen chinesischen Hersteller in der Formel 1 ausgesprochen.
Jahresbericht als nächster Gradmesser
Für die ersten neun Monate 2025 meldete BYD einen Umsatz von rund 566 Milliarden Yuan, ein Plus von 12,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der vollständige Jahresbericht am 26. März wird zeigen, wie sich die aggressive Preispolitik auf die Margen ausgewirkt hat und ob die umfangreichen Infrastrukturinvestitionen finanziell tragfähig sind.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

