Ausgerechnet kurz vor der Veröffentlichung wichtiger Geschäftszahlen gerät das technologische Aushängeschild von BYD in die Schlagzeilen. Besitzer des teuren Yangwang U8 SUV berichten von gefährlichen Fehlfunktionen des autonomen Fahrsystems. Diese Vorfälle treffen den Autobauer in einer Phase, in der die heimischen Verkaufszahlen ohnehin deutlich schwächeln.
Gefährliche Aussetzer beim Premium-SUV
Laut einer aktuellen Untersuchung kam es bei dem rund 160.000 US-Dollar teuren Premium-Fahrzeug zu brenzligen Situationen. Das Fahrassistenzsystem „God’s Eye“ beschleunigte den Wagen auf gerader Strecke plötzlich auf 93 Kilometer pro Stunde bei erlaubten 60. In einem anderen Fall riss die Software das Lenkrad abrupt in eine benachbarte Spur und riskierte eine Kollision mit dem Gegenverkehr.
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Das Assistenzsystem ist bereits in über 2,5 Millionen Fahrzeugen des Konzerns verbaut. Brisant ist dabei ein früheres Versprechen des Managements: BYD hatte angekündigt, bei Fehlfunktionen des autonomen Parksystems der Stufe 4 die volle Haftung zu übernehmen und anfallende Kosten zu tragen. Da sich hochautomatisiertes Fahren in China rechtlich noch in einer Grauzone befindet und die Haftung meist beim Fahrer liegt, steht dieses Garantieversprechen nun einem ersten realen Härtetest gegenüber.
Schwache Verkäufe und anstehende Quartalszahlen
Die Sicherheitsbedenken überschatten die morgige Vorlage der Jahreszahlen am 26. März. Analysten erwarten für das vierte Quartal 2025 einen Umsatzrückgang von knapp 11 Prozent auf 245,5 Milliarden Yuan. Der Gewinn je Aktie dürfte den Schätzungen zufolge sogar um 29 Prozent sinken.
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Verantwortlich für die gedrückte Stimmung ist vor allem der Heimatmarkt. Im Januar und Februar 2026 brachen die Verkaufszahlen in China um rund 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Ein Hauptgrund dafür ist die Wiedereinführung einer fünfprozentigen Kaufsteuer auf Elektroautos Ende 2025. Viele Konsumenten zogen ihre Autokäufe vor, was nun ein spürbares Nachfrageloch hinterlassen hat.
Als Reaktion auf den harten Preiskampf und die sinkende Inlandsnachfrage forciert BYD die internationale Expansion. Im Februar überstiegen die Exporte erstmals die inländischen Verkäufe. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt der Konzern den Verkauf von 1,3 Millionen Fahrzeugen außerhalb Chinas an. Am 27. März entscheidet der Aufsichtsrat über eine mögliche Schlussdividende. Investoren werden die vorgelegten Margen genau prüfen, um zu bewerten, ob die wachsenden Auslandseinnahmen die massiven Investitionen in neue Werke in Ungarn, Brasilien und Thailand decken können.
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