Bei BYD klaffen operatives Geschäft und Börsenkurs derzeit weit auseinander. Während der Autobauer im Ausland von Rekord zu Rekord eilt, bricht das Heimatgeschäft weg. Die Aktie handelt an der Hongkonger Börse nahe ihrem 52-Wochen-Tief.
Der Blick auf die jüngsten Quartalszahlen erklärt die Zurückhaltung der Investoren. Im ersten Quartal 2026 stürzte der Nettogewinn um gut 55 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan ab. Auch der Umsatz schrumpfte spürbar. Ein brutaler Preiskampf in China, wegfallende Subventionen und höhere Lieferkettenkosten fressen die Margen auf. Parallel dazu sinkt der Absatz auf dem Heimatmarkt. Im April fielen die Verkäufe von Pkw-Modellen den achten Monat in Folge.
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Exportgeschäft als Rettungsanker
Außerhalb Chinas zeichnet sich ein völlig anderes Bild. Die Exporte erreichten im April mit über 135.000 Fahrzeugen einen neuen Höchststand. Das entspricht einem Sprung von mehr als 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inzwischen macht das Auslandsgeschäft fast 43 Prozent der monatlichen Gesamtverkäufe aus.
Besonders in Lateinamerika und Europa fasst der Konzern rasant Fuß. In Brasilien überholte BYD im April erstmals Volkswagen und setzte sich an die Spitze der Neuzulassungen. Ein historischer Meilenstein für einen chinesischen Hersteller in diesem Markt. In Europa stiegen die Neuzulassungen im ersten Quartal um 155 Prozent. Allein in Deutschland verzeichnete die Marke im April einen Rekordwert von gut 4.700 Fahrzeugen.
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Gegenmaßnahmen und Analystenblick
Um den Margendruck abzufedern, dreht das Management an der Preisschraube. BYD erhöhte die Kosten für optionale Smart-Driving-Upgrades um mehr als 20 Prozent. Flankierend dazu rollt das Unternehmen neue Modelle mit verbesserter Batterietechnik aus. An der Börse notiert die H-Aktie aktuell bei rund 98 Hongkong-Dollar. Die nächste charttechnische Unterstützung wartet bei knapp 97 Hongkong-Dollar.
Analysten lassen sich von der aktuellen Schwächephase nicht beirren. Das durchschnittliche Kursziel von 25 Experten liegt unverändert bei 124 Hongkong-Dollar. Die Citigroup behält ihre Kaufempfehlung bei und verweist auf das strukturelle Wachstum bei Elektrofahrzeugen. Die Hürde für die zweite Jahreshälfte 2026 ist damit klar definiert: Die internationalen Volumina müssen schnell genug wachsen, um die schrumpfenden Gewinne im chinesischen Heimatmarkt zu kompensieren.
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