BYD setzt auf Tempo – bei Batterien, Ladenetzen und neuen Modellen. Auf seinem „Disruptive Technology“-Event am Donnerstag stellte der chinesische E-Auto-Hersteller eine zweite Generation der Blade Battery, ein neues Megawatt-Ladesystem und mit dem Great Tang ein neues Top-SUV vor. Der Zeitpunkt ist auffällig: Zuletzt gerieten die Auslieferungen unter Druck.
Neue Blade Battery und Megawatt-Laden
Kernstück der Präsentation war die Blade Battery der zweiten Generation. Laut den technischen Daten soll sie unter Standardbedingungen in rund neun Minuten von 10% auf 97% laden. BYD beziffert die systemweite Energiedichte auf etwa 190 bis 210 Wh/kg – ein spürbares Plus gegenüber der Vorgängerversion.
Auch bei Kälte soll das System schneller laden: Nach Lagerung bei -30 Grad Celsius soll ein Ladevorgang von 20% auf 97% rund 12 Minuten dauern.
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Passend dazu brachte BYD „Megawatt Flash Charging 2.0“ an den Start. Pro Ladeanschluss nennt das Unternehmen eine Spitzenleistung von bis zu 1.500 kW. Die Technik basiert auf einer 1.000-Volt-Architektur und soll mit bis zu 1.500 Ampere arbeiten.
Beim Ausbau der Infrastruktur plant BYD einen großen Schritt: Bis Ende 2026 sollen in China 20.000 Flash-Charging-Stationen entstehen. Davon sind laut Management 18.000 Standorte in Städten vorgesehen, die in Zusammenarbeit mit bestehenden Ladenetzbetreibern gebaut werden sollen. Zusätzlich sollen 2.000 Stationen entlang von Autobahnen hinzukommen. Eine Ausweitung dieses Ultra-Schnellladenetzes auf Auslandsmärkte stellte BYD für Ende 2026 in Aussicht.
Great Tang als neues Flaggschiff
Neben der Lade- und Batterietechnik zeigte BYD mit dem Great Tang ein neues elektrisches Flaggschiff-SUV. Das Modell ist laut Angaben über 5,3 Meter lang, der Radstand liegt bei 3.130 mm. Im Innenraum setzt BYD auf sieben Sitze im 2+2+3-Layout.
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Zum Start sind Varianten mit einem oder zwei Motoren geplant. Die Dual-Motor-Version soll zusammen 585 kW leisten. Verbaut werden die neue Blade Battery der zweiten Generation und ein Luftfederungssystem mit zwei Luftkammern. Die Reichweite gibt BYD mit bis zu 950 Kilometern nach CLTC-Testzyklus an.
Absatzdelle und Fokus auf Auslandsmärkte
Die Technikoffensive trifft auf ein schwierigeres Marktumfeld. BYD meldete für Februar einen deutlichen Rückgang der Verkäufe: etwa 41% weniger als im Vorjahresmonat. Als Belastungsfaktoren nennt der Bericht unter anderem den harten Preiskampf in China, das Auslaufen bestimmter E-Auto-Subventionen und eine abkühlende Nachfrage.
Um den Druck im Heimatmarkt abzufedern, rückt BYD das Auslandsgeschäft in den Vordergrund. Für 2026 setzt sich das Unternehmen ein Exportziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen – deutlich mehr als im Vorjahr. Das soll über eine Ausweitung der Produktion an internationalen Standorten und den späteren globalen Rollout des eigenen Flash-Charging-Netzes gestützt werden, unter anderem mit Blick auf Europa und den ASEAN-Raum.
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