Die Aktie von BYD beendete den Handel am Freitag an den Börsen bei einem Kurs von 8,84 Euro. Dies entspricht einem Tagesrückgang von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortag. Seit Beginn des laufenden Börsenjahres summiert sich das Minus für den Titel damit auf 17 Prozent.

Neue Ladetechnik und Vorbereitung des Da-Han-Starts

Am Donnerstag berichtete die Nachrichtenagentur Reuters über die technologischen Ausbaupläne des Unternehmens im Segment der Ladeinfrastruktur. Ein von BYD entwickeltes Schnellladesystem ist demnach darauf ausgelegt, Batterien von Fahrzeugen in neun Minuten auf bis zu 97 Prozent aufzuladen.

Bis zum Jahr 2028 plant der Konzern weltweit die Errichtung von 90.000 Schnellladestationen, wobei für das darauffolgende Jahr auch feste Installationen im Vereinigten Königreich vorgesehen sind.

Am Freitag kündigte BYD Medienberichten zufolge den offiziellen Verkaufsstart seiner neuen Flaggschiff-Limousine Da Han auf dem chinesischen Markt für den 13. Oktober an. Das Modell wird unter anderem als reine Elektroversion erhältlich sein. Für diese rein batterieelektrische Ausführung gibt der Hersteller eine maximale Reichweite nach dem chinesischen Standard CLTC von bis zu 1.008 Kilometern an.

Fortschritte in Pakistan und Nachfrage nach dem Shark-Pickup

Ebenfalls am Freitag äußerte sich die Mega Motor Company, die als offizieller Partner von BYD in Pakistan fungiert, zur dortigen Marktentwicklung. Nach Angaben des Partners bewegen sich inzwischen mehr als 10.000 Fahrzeuge der Marke BYD auf den Straßen des Landes. Vor diesem Hintergrund bereitet die Kooperation zwischen BYD und Mega Motor gegenwärtig die Aufnahme einer lokalen Fahrzeugmontage in Pakistan vor.

Am Donnerstag startete BYD Medienberichten zufolge erste Werbemaßnahmen für die Markteinführung seines Pickups Shark mit Plug-in-Hybridantrieb in China. Vor diesem geplanten Verkaufsstart im Heimatmarkt hatte der Konzern in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 bereits 29.997 Einheiten dieses Modells auf internationalen Märkten außerhalb Chinas abgesetzt.

Angeordneter Rückruf im chinesischen Heimatmarkt

Vor gut einer Woche ordnete Chinas Marktregulierungsbehörde laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters einen Rückruf für 183.211 Fahrzeuge der Modellreihen Qin und Tang an, die zwischen 2014 und 2022 produziert wurden. Als Grund wurden Defekte an den Anschlagpuffern des Bremspedals genannt, die reißen oder sich lösen könnten; BYD übernimmt dabei den kostenfreien Austausch des betroffenen Bauteils.