Der chinesische Autobauer BYD spürt die harten Bandagen des heimischen Preiskampfes deutlich. Während der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr spürbar einknickte, weitet der Konzern seine Infrastruktur und Forschung massiv aus. Mit der heutigen Eröffnung der 5.000. Schnellladestation und Rekordausgaben für neue Technologien zeigt das Unternehmen seine Strategie für die nächste Marktphase.
Neues Level beim Schnellladen
Am Mittwoch nahm BYD in der Provinz Gansu offiziell seine 5.000. sogenannte Flash-Charging-Station in Betrieb. Das spezialisierte Netzwerk erstreckt sich mittlerweile über 297 chinesische Städte. Bis Ende 2026 will das Management diese Zahl auf 20.000 Standorte vervierfachen.
Die neuen Anlagen nutzen die Anfang März eingeführte Flash Charging 2.0 Technologie. Mit einer Ladeleistung von bis zu 1.500 Kilowatt pro Stecker markiert das System den aktuellen Branchenhöchstwert für Serienausstattung. Kompatible Fahrzeuge laden damit unter Standardbedingungen in rund fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent auf. Um die Handhabung für Kunden zu erleichtern, wiegen die Ladestecker durch eine spezielle Aufhängung nur noch zwei Kilogramm.
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Preiskampf drückt auf die Marge
Dieser rasante Infrastrukturausbau fällt in eine finanzielle Übergangsphase. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen ein klares Spannungsfeld. Der Umsatz stieg zwar leicht um 3,46 Prozent auf knapp 804 Milliarden Yuan. Der Nettogewinn fiel im gleichen Zeitraum um rund 19 Prozent auf 32,6 Milliarden Yuan zurück.
Verantwortlich für diesen Rückgang ist der intensiv geführte Preiskampf auf dem chinesischen Heimatmarkt. Daran änderte auch der Auslieferungsrekord von 4,6 Millionen Fahrzeugen im Gesamtjahr nichts.
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Gegen den Branchentrend
Um sich in diesem harten Wettbewerbsumfeld zu behaupten, investiert BYD massiv in die eigene Entwicklung. Im vergangenen Jahr flossen über 63 Milliarden Yuan in die Forschung. Der Fokus lag dabei auf Batteriesicherheit und den nun vorgestellten Hochgeschwindigkeits-Ladesystemen.
Entgegen dem aktuellen Trend zum Personalabbau in der Autoindustrie wuchs die Belegschaft auf über 900.000 Mitarbeiter an. BYD unterhält damit das weltweit größte Ingenieurteam der Branche. Das Management will diese technische Basis nutzen, um sowohl die heimische Produktion als auch die globale Expansion abzusichern.
Um dem Margendruck im Heimatmarkt zu entkommen, forciert BYD das internationale Geschäft, das in der Regel höhere Gewinnspannen abwirft. Konzernchef Wang Chuanfu hob das Exportziel für 2026 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge an. Das entspricht einem Plus von 15 Prozent gegenüber früheren Schätzungen. Die dafür nötigen Produktionskapazitäten baut das Unternehmen aktuell mit neuen Werken in Thailand, Brasilien und Ungarn auf.
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