BYD Aktie: Entscheidende Woche

Der chinesische E-Auto-Pionier BYD präsentiert eine neue Schnellladebatterie und erreicht erstmals mehr Auslands- als Inlandsverkäufe, während der Heimatmarkt unter Druck gerät. Die Jahresbilanz am 26. März steht im Fokus.

BYD Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue Blade-Batterie lädt in fünf Minuten
  • Erstmals mehr Exporte als Inlandsverkäufe
  • Starke Absatzeinbrüche im Heimatmarkt China
  • Jahreszahlen am 26. März entscheidend

BYD steht vor richtungsweisenden Tagen. Während der chinesische Elektroautobauer seine zweite Generation der Blade-Batterie präsentiert und erstmals mehr Autos exportiert als im Heimatmarkt verkauft, kämpft er gleichzeitig mit rückläufigen Inlandszahlen. Am 26. März folgen die Jahreszahlen – ein Termin, der zeigen wird, ob die ambitionierte Doppelstrategie aus Technologieführerschaft und Globalisierung aufgeht.

Blade Battery 2.0 soll Maßstäbe setzen

Bei einer Veranstaltung am Hauptsitz in Shenzhen stellte BYD seine neue Batteriegeneration vor. Die Blade Battery 2.0 soll in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent laden – und das mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP), die mit rund 81 Dollar pro Kilowattstunde deutlich günstiger ist als Nickel-Mangan-Kobalt (128 Dollar).

Die Architektur verspricht höhere Energiedichte, längere Lebensdauer und verbesserte Sicherheitsstandards gegenüber der ersten Generation. Von 10 auf 97 Prozent soll eine Ladung in neun Minuten möglich sein.

Parallel kündigte BYD den Ausbau seines Flash-Charging-Netzwerks an: 4.200 Stationen sind bereits in Betrieb, bis Jahresende sollen 20.000 folgen. Um das Stromnetz nicht zu überlasten, setzen die Stationen auf Energiespeicher-Batterien, die vom öffentlichen Ladenetz vorgeladen werden.

Heimatmarkt unter Druck

Die Technologieoffensive kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt. Im Februar verkaufte BYD weltweit 190.190 Fahrzeuge – ein Rückgang von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Es ist der sechste Monat in Folge mit sinkenden Verkäufern und der stärkste Einbruch seit Februar 2020.

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Besonders hart traf es Plug-in-Hybride mit einem Minus von 44 Prozent. Reine Elektroautos kamen auf etwa 79.539 Einheiten, ein Rückgang um 36 Prozent.

Das achttägige Neujahrsfest bremste Produktion und Handel erheblich. Doch die Schwäche hat auch strukturelle Gründe: Seit Jahresbeginn gilt eine fünfprozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge, frühere Subventionsprogramme sind ausgelaufen. Selbst nach Bereinigung der Kalendereffekte liegen die kombinierten Januar- und Februar-Zahlen rund 36 Prozent unter Vorjahr – ein Indiz dafür, dass der Wettbewerb in China zunimmt.

Historische Wende bei Exporten

Während der Heimatmarkt schwächelt, gelang BYD im Februar ein Meilenstein: Die Übersee-Auslieferungen stiegen um 50 Prozent auf 100.600 Fahrzeuge. Damit gingen erstmals 53 Prozent des Gesamtabsatzes ins Ausland.

Europa entwickelt sich zum Wachstumsmotor. Im Januar verdreifachten sich die Neuzulassungen in der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten auf über 18.000 Einheiten – temporär lag BYD damit vor Tesla, dessen Registrierungen um 17 Prozent fielen.

Das Werk in Ungarn läuft bereits im Testbetrieb, die Serienproduktion startet im zweiten Quartal. In Deutschland soll das Händlernetz bis Jahresende auf über 350 Standorte wachsen. Ziel: mehr als 50.000 verkaufte Fahrzeuge jährlich.

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2025 verkaufte BYD 4,6 Millionen Elektrofahrzeuge und wurde damit weltgrößter E-Auto-Hersteller. Erstmals überschritten die Auslandsverkäufe die Schwelle von einer Million Einheiten.

Jahreszahlen im Fokus

Die BYD-Aktie notiert bei 94,70 Hongkong-Dollar (Stand 8. März). Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 863 Milliarden Hongkong-Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 59,94.

Am 26. März legt BYD die Geschäftszahlen für 2025 vor. Investoren erwarten Klarheit über Margenentwicklung und die Finanzierung der Infrastruktur-Investitionen.

Deutsche Bank traut BYD für 2026 einen Absatz von 4,9 Millionen Fahrzeugen zu – sofern die neuen Lade- und Batterietechnologien schnell skalieren. Höhere Steuern und das Ende der Subventionen in China erhöhen den Preisdruck.

Beim Export peilt BYD 1,3 Millionen Einheiten für 2026 an. Jefferies ist optimistischer und prognostiziert 1,5 Millionen Exporte. Die Zahlen am 26. März werden zeigen, ob BYD seine Doppelstrategie auch finanziell untermauern kann.

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