Der chinesische Autobauer BYD steht vor einer richtungsweisenden Bilanzvorlage. Während ein erbitterter Preiskampf und wegfallende Subventionen das Heimatgeschäft spürbar belasten, liefert die internationale Expansion ein starkes Gegengewicht. Die anstehenden Jahreszahlen für 2025 müssen nun beweisen, ob der rasante Export-Schub die Margen des Konzerns im aktuellen Marktumfeld absichern kann.
Gegenwind auf dem Heimatmarkt
In China weht dem Branchenprimus derzeit ein rauer Wind entgegen. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 brach der Absatz um rund 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Besonders der Februar fiel mit einem Minus von 41 Prozent schwach aus. Verantwortlich dafür war neben den ausgedehnten Feiertagen zum chinesischen Neujahrsfest vor allem ein verschärftes Marktumfeld.
Seit Jahresbeginn greift in China eine neue Elektroauto-Steuer von fünf Prozent, während alte Förderprogramme ausgelaufen sind. Konkurrenten wie Xiaomi oder Leapmotor konnten in dieser Phase paradoxerweise zulegen, was den Wettbewerbsdruck auf BYD zusätzlich erhöht.
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Rekord-Exporte stützen das Geschäft
Als Antwort auf den heimischen Druck forciert BYD seine globale Präsenz. Diese Strategie liefert mittlerweile greifbare Resultate und gleicht die Schwäche in China in großen Teilen aus. Die jüngsten internationalen Meilensteine unterstreichen das Tempo der Expansion:
- Februar 2026: Mit 100.600 Einheiten überstiegen die Exporte erstmals die Inlandsverkäufe.
- Gesamtjahr 2025: Der Konzern knackte erstmals die Marke von einer Million verkauften Autos im Ausland.
- Januar 2026 (Europa): Mit 18.000 Neuzulassungen verdoppelte BYD die Vorjahreswerte und überholte Tesla.
- Ziel 2026: Das Unternehmen peilt weltweit 1,3 Millionen verschiffte Fahrzeuge an.
Anleger reagieren auf diese internationale Stärke bereits mit Optimismus. An der Börse in Hongkong verzeichnete das Papier kürzlich einen Kurssprung von 7,8 Prozent – der stärkste Anstieg seit über einem Jahr. Damit bricht die Aktie aus einer längeren Schwächephase aus, nachdem sie auf Jahressicht zuvor 17 Prozent an Wert verloren hatte.
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Blick auf die Margen
Ein entscheidender Vorteil von BYD in dieser Übergangsphase ist die hohe Fertigungstiefe. Das Unternehmen produziert fast 80 Prozent seiner Kernkomponenten selbst. Diese Struktur schützt die Gewinnspannen im aktuellen Preiskampf deutlich besser als bei vielen Wettbewerbern, die stärker von externen Zulieferern abhängig sind.
Die anstehende Veröffentlichung der Jahresergebnisse am 26. und 27. März wird konkrete Einblicke in die finanzielle Belastbarkeit des Konzerns liefern. Flankiert wird die Bilanzvorlage von der Erwartung eines starken März-Absatzes in China, angetrieben durch die schnelle Normalisierung nach den Feiertagen und die Einführung neuer Modelle wie dem kürzlich präsentierten Premium-SUV Datang.
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