Die Mehrmarkenstrategie des chinesischen Automobilkonzerns BYD gewinnt weiter an Dynamik. Die im Juli 2023 gegründete Tochtermarke Fang Cheng Bao hat die Marke von insgesamt 600.000 verkauften Fahrzeugen überschritten. Das Tempo des Zuwachses beschleunigte sich dabei zuletzt spürbar: Während im August noch das Erreichen von 500.000 Auslieferungen gemeldet worden war, kamen in den vergangenen zwei Monaten weitere 100.000 Fahrzeuge hinzu.
Starkes Wachstum im chinesischen SUV-Segment
Treiber der Entwicklung bleibt der Heimatmarkt. Im September verzeichnete Fang Cheng Bao 43.181 Fahrzeugverkäufe, was einem Zuwachs von 79 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Es war der dritte Monat in Folge, in dem die Marke ein Volumen von mehr als 40.000 Einheiten erzielte.
In den ersten neun Monaten des Jahres summiert sich der Absatz auf 285.436 Fahrzeuge. Damit hat die Marke ihr gesamtes Vorjahresvolumen von 234.000 Einheiten bereits nach dem dritten Quartal übertroffen.
Das volumenstärkste Modell im Portfolio ist der Ti7. Auf diese Baureihe entfielen im September 32.144 Einheiten, aufgeteilt auf 18.273 Plug-in-Hybride und 13.871 rein elektrische Versionen mit Schnellladetechnik.
Nach Angaben der Marke führt das Modell seit elf Monaten das Segment der mittelgroßen und großen SUVs in China an. Kleinere Beiträge lieferten im selben Monat die Modelle Titanium 3 mit 5.140 Einheiten sowie Bao 5 mit 3.889 Fahrzeugen.
Modelloffensive und internationale Expansion
Um das Wachstum aufrechtzuerhalten, erweitert Fang Cheng Bao das Modellprogramm. Für das vierte Quartal 2026 ist die Markteinführung des Shark-Pickups in China vorgesehen. Zudem startete kürzlich die Auslieferung der elektrischen Limousine Formula S, die im ersten Monat 663 Käufer fand; das Management peilt hier mittelfristig 10.000 bis 15.000 Verkäufe pro Monat an.
International bereitet BYD den Markteintritt von Fang Cheng Bao in Europa vor. Der Vertrieb soll dort über die Konzernschwester Denza erfolgen, wobei der Geländewagen Bao 5 als erstes Modell vorgesehen ist.
Auch auf anderen Auslandsmärkten baut der Mutterkonzern seine Präsenz aus. In Südkorea kletterte BYD von Januar bis September mit 20.137 verkauften Einheiten auf Rang vier der Importeursrangliste, getragen vor allem von den Modellen Dolphin und Sealion 7. Zugleich treibt das Unternehmen seine Fertigung voran: In Indonesien soll künftig die zweite Generation der sogenannten Blade-Batterie montiert werden, nachdem die entsprechende Ladetechnologie dort kürzlich ihre Auslandspremiere feierte.
Im heutigen Handel legt die BYD-Aktie leicht um 0,6 Prozent auf 8,35 Euro zu. Trotz der operativen Zuwächse bei den Tochtermarken steht für das Papier seit Jahresbeginn ein Rückgang von 22 Prozent zu Buche.
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