Bei BYD stehen höhere Quartalsgewinne einer schwächeren Bilanz für die ersten neun Monate gegenüber. Vor gut einer Woche meldete das Unternehmen für das dritte Quartal einen Anstieg des den Aktionären zurechenbaren Nettogewinns um 28,08% auf 10 Milliarden RMB. Über die ersten neun Monate sank der Nettogewinn dagegen um 4,24%.

Quartalszahlen und Absatz im Vergleich

Der Umsatz stieg laut BYD im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,59% auf 221,5 Milliarden RMB. Damit legten sowohl Erlöse als auch Gewinn im Quartal zu.

Für die ersten neun Monate 2026 bezifferte BYD den Nettogewinn auf 22,3 Milliarden RMB. Der Umsatz erreichte in diesem Zeitraum 566,3 Milliarden RMB und lag damit um 0,01% über dem Vorjahreswert.

Auch beim Fahrzeugabsatz unterscheiden sich Monatsentwicklung und kumulierter Stand. BYD verkaufte im Oktober rund 490.000 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, ein Zuwachs von 11% gegenüber dem Vorjahresmonat. Darunter waren rund 306.000 batterieelektrische Personenwagen.

Die Exporte beliefen sich nach Unternehmensangaben im Oktober auf rund 170.000 Fahrzeuge. Das entsprach einem Anstieg um 102,8% gegenüber dem Vorjahresmonat.

Von Januar bis Oktober setzte BYD insgesamt rund 3,6 Millionen Fahrzeuge ab. Trotz des Oktoberwachstums lag der Absatz über diesen Zeitraum um 2,16% unter dem Vorjahresniveau.

Sicherheitsfragen in Europa

Neben der Geschäftsentwicklung steht eine politische Forderung in Europa. Reuters zufolge baten vierzehn Abgeordnete des Europäischen Parlaments die EU-Kommission zu prüfen, ob BYD-Fahrzeuge ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Die Abgeordneten wollen auch prüfen lassen, ob Beschränkungen einschließlich eines Ausschlusses von öffentlichen Beschaffungsverfahren erwogen werden sollten. BYD erklärte dazu, auf Fahrzeug- und Cloud-Daten könne aus China nicht aus der Ferne zugegriffen werden.