Schwache Verkaufszahlen auf dem Heimatmarkt, fallende Gewinne und nun steigende Preise für die Kundschaft. Bei BYD offenbaren die Zahlen zum ersten Quartal 2026 einen wachsenden Kostendruck. Der chinesische Elektroautobauer reagiert auf die Margenkrise mit einem Strategiewechsel und gibt höhere Hardwarekosten erstmals direkt weiter.
Rabattschlacht drückt auf die Marge
Der Quartalsbericht liefert die Quittung für den harten Preiskampf in China. Der Nettogewinn brach im Jahresvergleich um rund 55 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan ein. Das entspricht umgerechnet etwa 594 Millionen US-Dollar. Es ist der stärkste Ergebnisrückgang seit sechs Jahren.
Ein wesentlicher Grund für die Flaute liegt in der staatlichen Förderpolitik. Da die Steuervergünstigungen für Elektroautos gekürzt wurden, zogen viele Käufer ihre Anschaffung in das vierte Quartal des Vorjahres vor. Das Resultat ist eine spürbare Nachfragelücke zum aktuellen Jahresauftakt.
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Entsprechend rückläufig entwickelte sich der Absatz. BYD verkaufte in den ersten drei Monaten gut 700.000 Fahrzeuge. Der Umsatz schrumpfte parallel dazu um knapp zwölf Prozent auf 150,23 Milliarden Yuan.
Assistenzsystem wird deutlich teurer
Um die sinkenden Margen abzufedern, dreht das Management an der Preisschraube. Ab Anfang Mai kostet das LiDAR-basierte Fahrassistenzsystem „God’s Eye B“ für ausgewählte Modelle 12.000 Yuan. Zuvor lag der Preis bei 9.900 Yuan.
Der Aufschlag von gut 20 Prozent markiert eine Abkehr von der bisherigen Rabattstrategie. BYD begründet den Schritt mit massiv gestiegenen globalen Beschaffungskosten für Speicherhardware. Die Maßnahme betrifft einen großen Teil der Flotte. Ende März fuhren bereits mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge des Konzerns mit erweiterten Assistenzsystemen auf den Straßen.
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Exportgeschäft stützt die Bilanz
Während der Heimatmarkt schwächelt, liefert die internationale Expansion verlässliches Wachstum. Die Auslandsauslieferungen kletterten im ersten Quartal um fast 56 Prozent auf über 321.000 Einheiten. Damit steuert das Exportgeschäft mittlerweile fast die Hälfte der gesamten Verkäufe bei.
Um diesen Trend zu beschleunigen, investiert der Konzern massiv in die Ladeinfrastruktur. Rund 20.000 neue Schnellladestationen sollen in China entstehen. Im Ausland plant der Autobauer weitere 6.000 Standorte innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Indes greift BYD mit dem neuen Elektro-SUV „Datang“ nun auch im Premiumsegment an. Das auf der Automesse in Peking vorgestellte Modell zielt direkt auf europäische Konkurrenten. Im laufenden Jahr will das Management 1,5 Millionen Fahrzeuge außerhalb Chinas absetzen. Bis zum Ende des Jahrzehnts plant der Vorstand, den Auslandsanteil am Gesamtabsatz auf 50 Prozent zu steigern.
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