Für BYD-Aktionäre beginnt eine entscheidende Woche. Am 9. Juni 2026 trifft sich das Management zur Hauptversammlung in Shenzhen. Nur zwei Tage später folgt der Ex-Dividenden-Tag. Wer kassieren will, muss jetzt handeln.
Dividende im Fokus
Auf der Agenda stehen zunächst Routinethemen. Aktionäre stimmen über den Geschäftsbericht 2025 ab. Daran gekoppelt ist die Ausschüttung. BYD zahlt eine reguläre Dividende von 0,358 Renminbi je Aktie.
Stichtag für die H-Aktien ist der 11. Juni. Wer an diesem Tag investiert ist, erhält das Geld am 31. Juli. Ausländische Privatanleger profitieren dabei von einer temporären Steuerbefreiung. Unternehmensaktionäre zahlen hingegen zehn Prozent Quellensteuer.
Ein gigantischer Rahmen
Ein weiterer Tagesordnungspunkt birgt mehr Brisanz. BYD plant einen massiven Garantierahmen von bis zu 150 Milliarden Renminbi. Damit will der Autobauer Kredite seiner weltweiten Tochtergesellschaften absichern.
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Das Ziel: mehr finanzielle Flexibilität für das globale Wachstum. Parallel dazu verspricht das Management strenge Risikokontrollen. Vorstände oder externe Dritte erhalten keine Garantien. Die Versammlung wählt außerdem Ernst & Young als neuen Wirtschaftsprüfer.
Lichtblick beim Absatz
Das Aktionärstreffen fällt in eine Phase der operativen Stabilisierung. Im Mai stoppte BYD eine monatelange Talfahrt. Weltweit verkaufte der Konzern rund 383.000 Fahrzeuge. Das entspricht einem leichten Plus im Jahresvergleich.
Das Auslandsgeschäft wächst rasant. Der Heimatmarkt schwächelt indes massiv. In China fielen die Verkäufe um 24 Prozent. Es ist der dreizehnte Rückgang in Folge.
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Pekings Vorgaben bremsen weitere Preissenkungen. Hinzu kommt ein weiteres Problem. Chinesische Käufer wollen für Software-Upgrades kaum Aufpreise zahlen.
Aktie unter Druck
An der Börse spiegelt sich diese Zweiteilung wider. Die BYD-Aktie notiert aktuell bei 9,94 Euro. Damit hat das Papier auf Monatssicht über acht Prozent verloren. Der Kurs klebt nahe am 52-Wochen-Tief von 9,51 Euro.
Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte liegen rund zehn Prozent entfernt. Die operative Schwäche belastet die Bilanz. Der Nettogewinn fiel 2025 spürbar auf 32,6 Milliarden Renminbi. Genau diese Zahlen segnen die Aktionäre am Dienstag final ab.
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