Am heutigen Donnerstag legte der chinesische Hersteller seine Absatzzahlen für den zurückliegenden Monat vor: 463.561 Fahrzeuge mit alternativer Antriebstechnik wurden abgesetzt. An den Börsen reagierten die Anleger verhalten positiv. Die Aktie legte heute um 1,3 Prozent auf 8,63 Euro zu.
Auslandsnachfrage treibt das Volumen
Vom gemeldeten Monatsabsatz entfielen 456.713 Einheiten auf Pkw. Davon machten 273.143 Fahrzeuge reine Batteriestromer aus, während 183.570 Einheiten auf Plug-in-Hybride entfielen.
Vor allem die internationalen Lieferungen stützten das Geschäft: Die Ausfuhren beliefen sich auf 180.700 Einheiten. Medienberichten zufolge kletterten die Übersee-Verschiffungen von Pkw und Pickups auf 179.877 Fahrzeuge.
Auf Jahressicht bleibt das Gesamtbild hingegen durchwachsen. In den ersten neun Monaten des Jahres summierte sich der Absatz auf 3.131.576 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 3,94 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Das Unternehmen wies darauf hin, dass diese Angaben ungeprüft sind und nachträglich angepasst werden können.
Gegenwind im chinesischen Heimatmarkt
Trotz der kräftigen Ausfuhren steht der Konzern vor spürbaren Herausforderungen. Im Heimatland bremst eine verhaltene Nachfrage die Dynamik, während Konkurrenten wie Geely mit technologischen Neuerungen, darunter schneller ladende Batteriesysteme, den Wettbewerb anheizen.
Zusätzliche Belastung brachten behördliche Maßnahmen. Die chinesische Marktregulierungsbehörde ordnete am 18. September einen Rückruf für 183.211 Fahrzeuge der Baureihen Tang und Qin an. Betroffen sind ältere Modelle wegen potenzieller Mängel an den Bremspedal-Anschlagpuffern, die kostenlos ersetzt werden.
Skepsis bei Analysten
Am Dienstag reagierte JPMorgan auf die veränderten Rahmenbedingungen und stufte die Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ ab. Die Analysten senkten ihr Kursziel deutlich von 124 auf 88 HK$. Sie verwiesen auf eine erwartete Schwäche des chinesischen Autosektors in der zweiten Jahreshälfte, steigende Beschaffungskosten sowie politische Unwägbarkeiten und handelspolitische Hürden im Ausland.
Parallel dazu baut der Konzern sein Portfolio weiter aus: Am 14. September stellte die Nutzfahrzeugsparte auf der Branchenmesse IAA Transportation neue schwere Lastwagen sowie eine Zugmaschine mit bis zu 600 Kilometern Reichweite vor.
Für Anleger bleibt die Gemengelage dennoch herausfordernd. Gegenüber dem Stand vor rund zwölf Monaten notiert das Papier mit 28 Prozent im Minus, da die strukturellen Bremsspuren im Inlandsgeschäft die internationale Expansion überschatten.
Stand heute, 1. Oktober: BYD – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in BYD investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 1. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

