Das US-Verteidigungsministerium greift hart durch. BYD steht ab sofort auf einer umstrittenen schwarzen Liste des Pentagons. Die Einstufung als „chinesisches Militärunternehmen“ schickt den Aktienkurs auf eine rasante Talfahrt.
Pentagon-Bann und Gegenwehr
Die US-Regierung hat ihre Sanktionsliste massiv ausgeweitet. Neben Tech-Riesen wie Alibaba und Baidu findet sich nun auch BYD unter den 188 betroffenen Unternehmen. Ein sofortiges Handelsverbot bedeutet das nicht. Allerdings darf das Pentagon ab Ende Juni 2026 keine direkten Verträge mehr mit dem Autobauer schließen. Ein Jahr später greifen zusätzliche Beschränkungen für indirekte Beschaffungen.
BYD wehrt sich vehement. Der Konzern bestreitet jegliche militärische Verbindungen. Das Management plant nun eine Klage gegen die US-Regierung. Die Einstufung sei völlig willkürlich. Damit folgt BYD dem Beispiel des Biotech-Unternehmens WuXi AppTec. Dieses reichte bereits am Dienstag eine ähnliche Klage in Washington ein.
Rote Vorzeichen an der Börse
Die geopolitischen Spannungen hinterlassen tiefe Spuren im Chart. Am Donnerstag schloss das Papier bei 9,48 Euro. Damit notiert der Titel nur knapp über dem neuen Jahrestief von 9,25 Euro.
Allein in den vergangenen vier Wochen verlor der Wert gut 14 Prozent. Vom Jahreshoch bei 15,28 Euro ist die Aktie mittlerweile weit entfernt. Ein technischer Lichtblick: Der Relative-Stärke-Index ist auf 32,8 gefallen. Der Wert nähert sich damit dem überverkauften Bereich.
Preiskampf und Garantie-Offensive
Zusätzlich wächst der Druck auf dem Heimatmarkt. Chinesische Aufsichtsbehörden warnen die heimischen Autobauer vor einem irrationalen Preiskampf. Die aggressiven Rabatte gefährden die Gewinnmargen der gesamten Branche. Immerhin fangen die Exporte diese Schwäche teilweise auf. Die Ausfuhren stiegen zwischen Januar und Mai um starke 65 Prozent.
Um das Vertrauen der Kunden zu stärken, geht BYD einen ungewöhnlichen Weg. Der Konzern übernimmt die finanzielle Haftung für sein autonomes Fahrsystem. Verursacht die Software bei korrekter Nutzung einen Schaden, zahlt BYD. Das betrifft über drei Millionen Fahrzeuge. Ein kluger Schachzug.
Trotz der US-Sanktionen treibt der Konzern seine internationale Expansion voran. Im Sommer 2026 rollt der neue Hybrid Dolphin G DM-i auf den europäischen Markt. Die zweite Generation der hauseigenen Blade-Batterie soll dabei den entscheidenden technologischen Vorsprung liefern.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 12. Juni liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

